«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Dienstag der 3. Osterwoche
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und spÀter Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Homilie zum Johannesevangelium, Nr. 45

Das wahre Himmelsbrot

Die Juden sagen: „Unsere VĂ€ter haben das Manna in der WĂŒste gegessen“ (Vers 32). Unser Erlöser hĂ€tte ihnen erwidern können: „Ich habe gerade ein viel grĂ¶ĂŸeres Wunder als das des Mose vollbracht: ich hatte weder Stab noch Gebet nötig (vgl. Ex 9,23;17,9f.); das alles habe ich aus mir selbst vollbracht, Kraft meiner eigenen Vollmacht. Ihr weist auf das Manna-Wunder hin; habe ich euch nicht Brot im Überfluss gegeben?“. Doch war dies nicht der richtige Zeitpunkt, um so zu reden. Jesus dachte nur an das Eine: Sie zu sich zu rufen, damit sie eine geistliche Nahrung von ihm erbitten [...]: „Nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das wahre Brot vom Himmel“.

Das Brot, das der Vater gibt, nennt Christus das wahre Brot. Nicht dass das Manna-Wunder etwa falsch gewesen wĂ€re; doch war das Manna nur eine vorlĂ€ufige Gestalt eines höheren und viel herrlicheren Brotes [...]: „Denn das Brot, das Gott gibt, kommt vom Himmel herab und gibt der Welt das Leben.“ – Und zwar der ganzen Welt und nicht nur den Juden. Dieses Brot ist nicht nur ein Lebensmittel, sondern Leben, ein anderes Leben als das jetzige, ein völlig anderes Leben: Dieses Brot schenkt das wahre Leben [...] Jesus selbst ist dieses Brot, weil er der Logos, das Wort Gottes ist, in der Weise, dass er hier in unseren Kirchen zum Brot des Himmels wird durch die Kraft des Heiligen Geistes.



 
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