«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag nach Aschermittwoch
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Botschaft zur Fastenzeit 1997 (trad. © copyright Libreria Editrice Vaticana)

„Folge mir nach!“

Die Fastenzeit ruft die vierzig Jahre in Erinnerung, die Israel auf dem Weg ins verheißene Land in der WĂŒste verbrachte. In jener Zeit erfuhr dieses Volk, was es hieß, ohne festen Wohnsitz und ohne irgendeine Sicherheit unter einem Zelt zu leben. Wie oft war es versucht, nach Ägypten zurĂŒckzukehren, wo wenigstens das tĂ€gliche Brot, wenn auch nur als Nahrung der Sklaven, sichergestellt war. In dieser mißlichen Lage in der WĂŒste war es Gott, der sein Volk mit Wasser und Nahrung versorgte und es vor Gefahren schĂŒtzte. So wurde fĂŒr die Juden die Erfahrung völliger AbhĂ€ngigkeit von Gott zum Weg der Befreiung von der Knechtschaft und von der Vergötterung der Dinge.

Die Fastenzeit will den GlĂ€ubigen helfen, durch das BemĂŒhen um persönliche LĂ€uterung denselben geistlichen Weg zu gehen, indem sie sich der Armut und HinfĂ€lligkeit des Daseins bewußt werden und das fĂŒrsorgliche Handeln Gottes wiederentdecken, der dazu einlĂ€dt, die Augen fĂŒr die BedĂŒrfnisse der Schwestern und BrĂŒder in der Not zu öffnen. Die Fastenzeit wird auf diese Weise auch zu einer Zeit der SolidaritĂ€t angesichts der schwierigen Lage, in der Menschen und Völker in so vielen Teilen der Welt leben. [...]

Aus der Liebe zu Gott lernt der Christ, dem Notleidenden zu helfen [...] Denn es gibt eine höhere Dimension, auf die Christus uns durch sein Beispiel hingewiesen hat: „Der Menschensohn aber hat keinen Ort, wo er sein Haupt hinlegen kann“ (Mt 8,20). Auf diese Weise wollte er seine totale VerfĂŒgbarkeit dem himmlischen Vater gegenĂŒber zum Ausdruck bringen, dessen Willen er erfĂŒllen wollte, ohne sich an den Besitz der irdischen GĂŒter binden zu lassen [...] Christus geht uns auf diesem Weg voran. Seine Gegenwart gibt Kraft und Ermutigung: Er befreit und macht uns zu Zeugen der Liebe.




 
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