«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Dienstag, 06 Februar 2018

Hl. Dorothea

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Hl. Dorothea

Märtyrerin, Jungfrau, Nothelferin

* um 290 in Cäsarea in Kappadokkien, dem heutigen Kayseri in der Türkei (?)
† um 304 (oder 287)daselbst

Nach den Berichten flüchtete die christliche Familie des Thorus und der Thea aus einer altrömischen Senatorenfamilie mit ihren zwei Töchtern vor der Christenverfolgung unter Diokletian und siedelte nach Cäsarea in Kappadokien über, wo die dritte Tochter, Dorothea, geboren wurde. Der Richter Fabricius wünschte die Herangewachsene zu heiraten, erfuhr aber, dass sie Christin sei und nur Christus angehören wolle, und ließ sie vor Gericht bringen.

Die erste Marter mit "wallendem Öl" konnte Dorothea nichts anhaben; sie entstieg dem Kessel "als wie mit edlem Balsam gesalbt". Nach neuer Bedrohung wurde sie neun Tage und Nächte ohne Nahrung in einen lichtlosen Kerker gesperrt; schöner als je zuvor trat sie aus ihm heraus. Noch schrecklicher bedroht, bat sie ihren himmlischen Gemahl um ein Zeichen: Ein Götterbild auf hoher Säule wurde daraufhin von Engeln gestürzt und zerbrochen, viele Menschen sahen die Engel, hörten Teufel in der Luft schreien und bekehrten sich. Als auch gütliches Beschwören des Richters nichts vermochte, ließ er Dorothea mit den Füßen an das Folterpferd hängen, geißeln, die Brüste mit Fackeln brennen - dem Tode nahe wurde sie davongetragen. Aber über Nacht heilten ihre Wunden, sie stand ohne Schaden auf. Da ließ der Richter ihre beiden Schwestern greifen, die zwar wieder ungläubig geworden waren, sich nun aber doch öffentlich zu Christus bekannten. Aneinander gebunden wurden sie in ein Feuer geworfen und verbrannt.

Als sie mit dem Tod bedroht wurde, erwiderte Dorothea, den wolle sie gerne leiden aus Liebe zu ihrem Herrn, in dessen Garten sie sich ewiglich erfreuen, Rosen und Apfel brechen werde. Das hörte der Schreiber Theophilus und rief Dorothea höhnisch zu: "Wenn du zu deinem Gemahl in den Garten kommst, so schicke mir doch von den schönen Rosen und süßen Äpfeln welche zu!" Hinausgeführt betete Dorothea an der Richtstätte, als ein goldlockiger Knabe in sternbesticktem Kleidchen mit einem Korb voller Rosen und Äpfeln erschien. Dorothea schickte es zu Theophilus, neigte sich und wurde enthauptet. Das Kind brachte Rosen und Äpfel zu Theophilus und wurde vor seinen Augen entrückt. Dieses, und eine solche Gabe in winterlicher Zeit empfangen zu haben, bekehrte Theophilus; er bekannte sich mit lauter Stimme, wurde ergriffen, vielfältig gemartert, nach erbetener Frist getauft, schließlich enthauptet und sein Leichnam zerstückelt den Tieren vorgeworfen.
Dorothea gehört mit Barbara, Margareta und Katharina zu den "Virgines Capitales", wird verehrt als Nothelferin, und ist in der mittelalterlichen Kunst eine der beliebtesten Heiligen.



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