«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Dienstag, 30 Januar 2018

Hl. Bathilde

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Hl. Bathilde

Königin, Nonne

* um 630 in England (?)
† 30. Januar 680 oder 681 in Chelles in Frankreich

Bathilde wurde als kleines Mädchen von den Wikingern aus England verschleppt. Um 641 wurde sie als Sklavin an den Hof des fränkischen Hausmeier Erchinoald verkauft. Wegen ihrer Klugheit und Schönheit wurde König Chlodwig II., der sie bei einem Besuch kennengelernt hatte, auf sie aufmerksam.

649 heiratete König Chlodwig II. Balthilde. Ihr Aufstieg machte sie nicht hochmütig, sie war Armen fürsorglich zugetan. Als Königin schaffte sie die Sklaverei unter Christen ab. Sie gründete das Nonnenkloster Chelles (664) bei Paris und die Abtei Corbie (657/661) für Mönche. In weiteren Abteien führte sie die Mönchsregel von Luxeuil ein.

Ende 657 starb Chlodwig II. und Bathilde fungierte mit dem Hausmeier Erchinoald und ab 658 Ebroin bis um 664 als Regentin für Chlothar III. in Neustrien.Im Jahr 657/658 schenkten Chlothar III. und Bathilde dem Kloster „in civitatis Trecassinæ“ 

An der Ermordung des Bischofs Aunemund/Annemundas von Lyon  durch Ebroins Soldaten um 658 war Bathilde vermutlich nicht beteiligt.  Außer einem blutig niedergeschlagenen Aufstand der burgundischen  Opposition verlief ihre Herrschaft friedlich.

Nachdem der Staatsstreich Grimoalds in Austrasien gescheitert war, setzte sie 662 ihren Sohn Childerich II. als König von Austrasien ein.

Um 664 wurde sie nach einer Intrige Ebroins und des Adels verbannt  und zog sich nach der Übernahme der Regierungsgeschäfte durch ihre  erwachsenen Söhne ins Kloster Chelles zurück. Dort soll sie den niedrigsten Rang haben bekleiden wollen und sich durch besondere Demut und Nächstenliebe ausgezeichnet haben. Bathilde starb am 30. Januar vermutlich im Jahr 680 im Kloster Chelles und wurde dort in der église Sainte-Croix beigesetzt.

833 erfolgte die Erhebung ihrer Gebeine. Papst Nikolaus I. sprach sie im Jahr 860 heilig.



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