«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Dienstag, 23 Januar 2018

Hl. Eugen Bolz

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Hl. Eugen Bolz

Politiker, Märtyrer

* 15. Dezember 1881 in Rottenburg in Baden-Württemberg
† 23. Januar 1945 in Berlin-Plötzensee

Eugen Bolz, Sohn einer alteingesessenen Handwerkerfamilie und zwölftes von 13 Kindern, studierte bis 1905 Jura in Tübingen, Bonn und Berlin. 1912 wurde er Reichstags- und 1913 württembergischer Landtags-Abgeordneter der katholischen Zentrumspartei. 1919 übernahm er in der neuen Weimarer Republik das Amt des Justizministers, 1923 wurde er zum Innenminister berufen. Von 1928 bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten 1933 übte er zugleich in Stuttgart das Amt des württembergischen Staatspräsidenten aus, er förderte besonders die mittelständische Wirtschaft. Grundlage seines Wirkens war ihm die katholische Soziallehre: Politik ist nichts anderes als praktisch angewandte Religion.

Schon Anfang 1933 warnte er vor den Gefahren des Nationalsozialismus, im Juni 1933 wurde er für einige Wochen in die damals so genannte Schutzhaft genommen. 1941 nahm == Carl Goerdeler Kontakt mit ihm auf und weihte ihn in die Pläne des Widerstands ein, Bolz sagte zu, in einem künftigen Kabinett Goerdeler Kultusminister zu werden. Nach dem Attentat vom 20. Juli 1944 wurde auch Bolz verhaftet, nach Berlin überführt, am 21. Dezember 1944 vom Volksgerichtshof zum Tod verurteilt und dann zusammen mit acht weiteren Männern mit dem Fallbeil hingerichtet.



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