«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Sonntag, 07 Januar 2018

Sel. Widukind

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Sel. Widukind

Führer der Sachsen

* in Wildeshausen in Niedersachsen (?)
† an einem 7. Januar (?) 807 (?)

Widukind stammte aus westfälischem Adel. Als sich 777 die Sachsen den Eroberungen durch die Franken unter Karl dem Großen und der damit verbundenen Einführung des Christentums zunächst unterwarfen, floh Widukind zu den Dänen. 778 kam er zurück und wurde der Führer der Sachsen im Widerstand gegen die Invasionstruppen des Frankenkönigs. 785 gab Widukind den Kampf auf und ließ sich zusammen mit seiner Gemahlin Geva von Dänemark - wohl am Weihnachtsfest - in Attigny in den Ardennen taufen, Kaiser Karl war Taufpate.

Christliche Legenden berichten von seinem Leben, das bis 807 gedauert habe. Karl der Große wandelte demnach in Folge der Taufe Widukinds Wappentier, das schwarze Ross, in ein weißes Ross um und erhob ihn zum Herzog der Sachsen; er herrschte dann auf der Wallburg Babilonie mild und gerecht, ließ Kirchen bauen und bereicherte sie mit Reliquien. Die Sage berichtet von Widukinds Tod in hohem Alter im Kampf gegen die Schwaben unter Herzog Gerold. Leider ist das Leben Widukinds völlig von Sagen und Legenden umwoben; wir haben keine historische Grundlage, nach der wir ein heiligmäßiges Leben oder einen hohen chrstlichen Tugendgrad Widukinds feststellen könnten. Er ist wohl mehr eine lokale Heldengestalt als ein Heiliger bzw. Seliger. Sein Grabmal (aus dem 11.Jahrhundert) befindet sich in der Kirche von Enger bei Herford.

 



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