«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Sonntag, 07 Januar 2018

Sel. Maria Theresia Haze

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 Sel. Maria Theresia Haze

Ordensgründerin

* 27. Februar 1782 in Lüttich (Liège) in Belgien
† 7. Januar 1876 daselbst

Maria Theresia Haze, die mit bürgerlichem Namen Johanna hieß, wuchs mit mehreren Geschwistern in einer wohlhabenden katholischen Familie in Lüttich auf. Doch 1794 geriet die Familie in die französischen Revolutionswirren, die auf Belgien übergriffen, und musste ins Ausland fliehen. Der Vater starb im Exil, die Restfamilie konnte nach Lüttich zurückkehren, wo sie unter ärmlichen Verhältnissen lebte. Nach dem Tod des Bruders und der Verheiratung der älteren Schwestern blieb Johann mit ihrer Schwester Ferdinande bei der Mutter bis zu deren Tod, dann lebten beide als Reklusinnen, widmeten sich aber gleichzeitig wohltätigen Aufgaben. In diesem Leben der Hingabe an die Arbeit und das Gebet vernahm Johanna den Ruf zu einem anderen Leben. Mit ihrer Schwester und einigen Gefährtinnen sowie mit Hilfe des Vikars der Pfarrei, Habet, gründete sie eine geistliche Gemeinschaft, aus der 1833 die Kongregation der Töchter vom heiligen Kreuz erwuchs, und Johann wurde Mutter Maria Theresia. Ihr geistlicher Einfluss als Gründerin und Superiorin zeigt sich in den Konstitutionen, die festlegen, die Töchter vom Heiligen Kreuz " dienen Christus, indem sie sich allgemeinen und besonderen Bildungsaufgaben widmen, sich um die Alten, Kranken und Waisen kümmern, die physisch und geistig Behinderten, die sozial Schwachen. Sie engangieren sich im seelsorglichen Leben der Pfarrei und in anderen kirchlichen Diensten. Sie bleiben ihrer ursrünglichen Begabung treu, die sämtliche Werke der Barmherzigkeit einschließt." Der Dienst der Schwestern vor allem an den Armen und Schwachen hat das Ziel, Antwort zu sein auf die Liebe Christi, die in seinem Leiden und Kreuz besonders sichtbar wird. In der Folge antworteten die Schwestern auf die vielfältigen Anforderungen ihrer Zeit, wie die Pflege von Cholerakranken während der großen Epidemien und der Plege Verwunderter auf den Schlachtfeldern. Die Kongregation fasste auch in anderen Ländern Fuß bis hin nach Indien, wo heute die Kongreation zahlenmäßig mit am stärksten ist.

Die sterblichen Überreste von Maria Theresia Haze ruhen heute in der Herz-Jesu-Kapelle von Lüttich. Am 27. April 1991 wurde sie von Papst Johannes Paul II. seliggesprochen.

     



Nach www.igw-resch-verlag.at/seligeheilige/band3/haze.html




 
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