«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Freitag, 05 Januar 2018

Hl. Johannes Nepomuk Neumann

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Hl. Johann Nepomuk Neumann

Bischof

* 28. März 1811 in Prachatice bei Budweis im Böhmerwald in Tschechien
† 5. Januar 1860 in Philadelphia in den USA

Johannes Nepomuk Neumann, von einer tieffrommen Mutter erzogen, erwog zunächst, Medizin zu studieren, doch entschied er sich schließlich auf Wunsch der Mutter für das Priestertum. Das Studium der Theologie absovierte er in Budweis und ein Sprachstudien in Prag - er sprach acht Sprachen. Ohne Priesterweihe - der Weihetermin seines Studienkurses war wegen eines Überangebotes von Priestern aufgeschoben worden - ging er voller Ungewissheit über seine Zukunft nach Amerika.

1836 kam Neumann in New York an; drei Wochen später war er zum Priester geweiht, sein erster Einsatzort war Williamsville, nördlich von Buffalo, wo er die deutschen, irischen und französischen Katholiken betreute. Er gründete dort eine Schule. Sein Pfarrgebiet umfasste 1450 Quadratkilometer, er durchwanderte es mit dem Rucksack zu Fuß. Völlig überarbeitet brach er 1840 zusammen und wurde zur Erholung in ein Redemptoristenkloster gebracht. Er beschloss, dort einzutreten, da er allein auf sich gestellt bei seinem riesigen Arbeitspensum nur schwer überleben konnte. Als Redemptorist wurde er zunächst Pfarrer in Baltimore, Maryland, 1843 Provinzrat und 1844 Leiter des Pittsburgher Klosters, 1846 Leiter aller amerikanischen Niederlassungen des Ordens. Er gab zwei Katechismen heraus, veröffentliche Artikel und wurde schließlich als 41jähriger zum Bischof von Philadelphia und damals jüngsten Bischof von Noramerika ernannt.

Als Bischof hielt sich Neumann vor allem an die einfachen und armen Leute; ihnen fühlte er sich verwandt, mit ihnen aß er Kartoffelsuppe, spülte selbst in der Küche, brachte in einem Tuch verpackt seinen Ministranten Ostereier. In einer guten Schulausbildung sah er den entscheidenden Schlüssel für eine Verbesserung der sozial schwachen Schichten. Er richtete ein Priesterseminar ein, gründete über 100 Kirchen und baute fast ebensoviele Schulen; damit legte den Grundstein für das kirchliche Pfarrschul-System im heutigen Nordamerika. Gleichzeitig ging es ihm immer um den einzelnen Menschen. Sein Tagesablauf sah folgendermaßen aus: 5 Uhr aufstehen und Gebet in der Hauskapelle, 6 Uhr hl. Messe, ab 7 UHr Beichte, oft mehrere Stunden (kein Priester in seiner Diözese soll mehr Stunden im Beichtstuhl verbracht haben als er), Nach dem Mittagessen (gewöhnlich nr Kaffe und etwas Brot) Besucher, Audienzen, Amtsgeschäfte, nicht selten bis weit nach Mitternacht.  Völlig ausgezehrt brach er nach achtjähriger Amtszeit auf der Straße zusammen und starb. bezeichnend für die völlige Hingabe seines Lebens ist sein bischöflicher Wahlspruch: Passio Christi comforta me - Leiden Christi stärke mich.

Bald nach seinem Tod wurde ein Seligsprechungsverfahren angestrebt, 1963 wurde er seliggesprochen, schließlich sprach ihn Papst Paul VI. 1977 heilig.



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