«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Dienstag, 31 Oktober 2017

Hl. Quintinius (Quentin)

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Hl. Quintinius (Quentin)

Märtyrer

* in Rom, in Italien oder in Frankreich
† um 300 beim heutigen St-Quentin in Frankreich

Quintinius gehörte der Überlieferung nach einer römischen Senatorenfamilie an und kam unter Kaiser Maximianus nach Gallien, um gemeinsam mit Lucian als Glaubensbote in der Gegend um Amiens zu wirken; dort ereilte ihn der Martertod. Nach späterer Überlieferung wurde er mit Nägeln gepiekst, mit heißem Pech übergossen, der Leichnam in den Fluss Somme geworfen; vierzig Jahre später ließ die blinde römische Adlige Matrone Eusebia aufgrund einer Vision den Leichnam aus der Somme bergen und in einer von ihr erbaute Kapelle und beisetzen.

Quintinius wurde nach dem Zeugnis von Gregor von Tours bereits im 6. Jahrhundert verehrt. Um 641 fand Eligius die Reliquien und fertigte ein reichgeschmücktes Grabmal an, aus jener Zeit stammt die erste überlieferte Leidensgeschichte. Durch die großen Pilgerströme entwickelte sich an dieser Stelle die nach dem Märtyrer benannte Stadt St-Quentin, deren 835 erbaute Kirche mit dem Grab von Quintinius noch immmer ein Wallfahrtsort ist. In der Karolingerzeit entstanden mehrere weitere Leidensgeschichten. Wegen der Normanneneinfälle wurden die Reliquien 881 und 883 nach Laon gebracht. Die Geschichte des Quintinius wurde in mehreren altenglischen und altfranzösischen Werken des späteren Mittelalters literarisch verarbeitet.



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