«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Mittwoch, 25 Oktober 2017

Hl. Fronto

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Hl. Fronto

erster Bischof von Périgueux

* in Lanquais im Département Dordogne in Frankreich (?)
† Anfang des 2. Jahrhunderts (?)

Fronto hat zu unbekannter Zeit tatsächlich gelebt; er war der Überlieferung nach der erste Bischof von Périgueux. Erzählt wird, wie Fronto dort die Statue des römischen Gottes Mars zerschlug, als die Senatoren der Stadt diese anbeten wollten.

Die älteste, im 8. Jahrhundert entstandene Lebensgeschichte erzählt von Fronto als Schüler von Petrus; sie ist weithin eine Übertragung der Legende des == Fronto von Nitria. Im 11. Jahrhundert wurden Elemente aus den Legenden des Martialis von Limoges und der Martha in die Lebensgeschichte von Fronto eingebaut.

Zusammen mit seinem Begleiter Georg soll Fronto von Petrus nach Gallien geschickt und zum ersten Bischof von Périgueux geweiht worden sein. Auf dem Weg nach Frankreich starb demnach Georg, Fronto kehrte nach Rom zurück. Petrus gab ihm einen Stab mit den Worten: Wenn du diesen meinen Stab auf den Körper dieses Gefährten legst, so sprich: 'Erhebe dich in Christi Namen aufgrund des Auftrages, den du vom Apostel erhalten hast, und führe ihn aus.' So geschah es, gemeinsam bekehrten sie die Bürger von Périgueux.

Als Fronto eines Tages nach der Epistel in seinem Stuhl eingeschlafen sei, sei ihm Christus erschienen und habe ihn veranlasst, mit ihm nach Tarascon zu gehen, um das Totenamt für die dort verstorbene Martha zu halten und diese auch mit ihm ins Grab zu legen. Als inzwischen in Périgueux die Gesänge zu Ende waren und der Diakon zur Evangelienlesung den Segen des Bischofs erwartete und ihn weckte, schickte dieser ihn fort, um Ring und Handschuhe zu holen, die er am Grabe der Martha habe liegen lassen, um auf diese Weise das Wunder seiner doppelten Anwesenheit zu bezeugen.

Bruchstücke des Grabes von Fronto sind im Périgord-Museum in Périgueux ausgestellt. Das Grab bestand angeblich aus einem pyramidenförmigen Dach und vielen aus der Antike stammenden Figuren. Die erste Erwähnung einer Verehrung von Fronto findet sich beiläufig in der zeitgenössischen Vita von Gaugerich von Cambrai, der am Grabe des Bekenners Fronto betete. Beglaubigungen seiner Reliquien fanden 1261 und 1463 statt; diese wurden 1575 von Protestanten größtenteils vernichtet.



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