«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Samstag, 07 Oktober 2017

Sel. Chiara Badano

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Sel. Chiara Badano

Jugendliche

*29. Oktober 1971 in Sassello in Nord-Italien
† 7. Oktober 1990

Chiara  Badano wurde in Sasello an der ligurischen Küste in eine katholische Familie als einziges Kind hineingeboren. Sie lernte mit neun Jahren die Fokolar-Bewegung in Rom kennen und war aktiv in der Gen-Bewegung (Junge  Generation) der Fokolare engagiert. Sie war ein aktiver Mensch und liebte Musik und Sport. Ihr Ziel war, Kinderärztin 
in Afrika zu werden. Ab 1985, nach dem Umzug der Familie nach Savona, besuchte sie das dortige Humanistische Gymnasium. Bereits mit 10 Jahren beschloss sie, die Heilige Schrift zur Grundlage ihres Lebens zu machen und schrieb in diesem Sinn an Chiara Lubich, die Gründerin der Fokolar-Bewegung.
Ihr junges Leben war bereits von einer tiefen Beziehung zu Jesus geprägt.

Mit 17 Jahren fühlte sie während eines Tennismatchs einen stechenden Schmerz. Die Diagnose der Ärzte: Knochenkrebs. Die Nachricht der unheilbaren Krankheit traf das fröhliche und sportbegeisterte junge Mädchen hart, doch sie machte sich mit unerschütterlicher Zuversicht und tiefem Glauben an die Nähe Gottes auf den Weg. Das Zunichtewerden all ihrer Pläne und ihr Leiden machte sie Jesus zum Geschenk. Freunde, Ärzte und Eltern waren immer wieder beeindruckt von der tiefen Freude und der inneren Klarheit, die Chiara Badano trotz vieler Schmerzen  ausstrahlte, und nicht wenige fanden durch ihr Zeugnis zum Glauben. Mit der Zeit musste sie sich immer häufiger Krankenhausaufenthalten und Behandlungen unterziehen und bekam immer größere Schmerzen. Chiara konnte bald ihre Beine nicht mehr gebrauchen. Eine schmerzhafte  Operation blieb ohne Erfolg. Im Sommer 1990 beschlossen die Ärzte, die Behandlungen einzustellen, weil sich die Krankheit nicht mehr aufhalten ließ. Doch niemals verlor Chiara ihre innere Freunde und ihr Strahlen. Ihre Freunde, die kamen, um ihr in ihrem Leiden beizustehen, mussten feststellen, dass Chiara es war, die ihnen Mut und Zuversicht und und tiefen Glauben vermittelte. Chiara Lubich, die sie auf ihrem Krankenlager besuchte, gab ihr den Beinamen Luce (Licht), denn das war sie: Chiara Luce - ein klares Licht. 

Der Bischof ihrer Diözese, Livio Maritano, hatte sie in der letzten Phase ihres Lebens begleitet und war betroffen von der Entschiedenheit, mit der sie auch im Leiden aus ihrer intensiven Beziehung zu Jesus lebte. Er war es, der den Prozess der Seligsprechung angestoßen hatte.

Mit Freude gab sie sich dem Willen Gottes anheim. Zu ihrer Mutter sagte sie öfter: "Jeder Augenblick ist kostbar; er darf nicht vergeudet werden. Wenn er gut gelebt wird, hat alles einen Sinn. Alles relativiert sich, auch in den schrecklichsten Momenten, wenn wir es Jesus schenken. Deshalb geht der Schmerz nicht verloren, sondern hat einen Sinn als Geschenk für Jesus." Ihren Freunden gesteht  sie: "Jetzt fühle ich mich als Teil eines wunderbaren Planes, der sich mir nach und nach enthüllt." Ihre letzten Worte richteten sich an ihre  Mutter: „Sei glücklich, denn ich bin es auch!“

Chiara Badano wurde 2010 selig gesprochen.







 
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