«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Sonntag, 01 Oktober 2017

Hl. Romanos Melodos

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Hl. Romanos Melodos

Diakon, Dichter
* um 485 in Emesa, dem heutigen Hims in Syrien
† zwischen 555 und 562 in Konstantinopel, heute Ístanbul in der Türkei

Romanos, Sohn christlicher Eltern mit wohl jüdischer Abstammung, erhielt in Berytos - dem heutigen Beirut - eine juristische Ausbildung, wurde dann dort um 510 zum Diakon geweiht und wirkte an der Auferstehungskirche. Zur Zeit des Kaisers Anastasios I. kam er nach Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul und wirkte als Kleriker an der Marienkirche in der Kyros-Stiftung, später vielleicht auch an der Hagia Sophia; möglicherweise war er auch als Vorsänger am Kaiserhof tätig. Die Legende berichtet, dass er neben der Maria geweihten Kirche wohnte; diese sei ihm am Abend der Geburt Christi im Traum erscheinen, habe ihm ein Papyrusblatt gereicht und befohlen, dieses zu verschlingen. Nachdem er das getan hatte, erwachte er, bestieg den Ambon und begann zu singen. Romanos wurde daraufhin weithin bekannt.

Romanos wurde der überragende Vertreter des Kontakions, des Hymnus mit rhythmischen Strophen, die der Verkündigung dienen; daher aich der Beiname Melodos. Seine Hymnen sind in besonderer Weise lebendig, mit Liebe zum Detail und bildreicher Sprache, oft mit Dialogen und Antithesen und oft geprägt von der Form der Hymnen des Alten Testaments. Ihm werden etwa tausend Hymnen auf die Feste des Kirchenjahrs und auf die Gedenktage von Heiligen zugeschrieben. Etwa 90 ihm zugeordnete Hymnen sind erhalten, davon gelten 60 als authentisch. Ein Epigramm beschreibt Romanos, wohl kurz nach seinem Tod: Der Teil hat am Chor der Engel im Himmel / singt auch auf Erden jene (himmlischen) Melodien!



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