«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Sonntag, 01 Oktober 2017

Hl. Bavo

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Hl. Bavo

Rekluse, Mönch

* um 590 im Hespengau in Belgien
† 1. Oktober 654 (?) in Gent in Belgien

Bavo, dessen eigentlicher Name Allowin (Alloynus) lautet (Bavo ist der Zuname), stammte offenbar aus einer Adelsfamilie des Haspengaues, die Legende nennt ihn Sohn von Pippin von Landen aus Brabanter Adel. Demnach war er als Graf Allowin zunächst Ritter und führte ein lasterhaftes Leben; der frühe Tod seiner Frau, der Tochter des Grafen Adilio, und die Tugend seiner Tochter Agletrudis brachten ihn zur Besinnung. Er vertraute sich Bischof Amandus an, verkaufte seine Habe und schenkte den Erlös den Armen. Nachdem er seinen Lehrer auf dessen weiteren Missionsreisen durch Flandern begleitet hatte, kehrte er nach Gent zurück und trat in das neue Kloster St. Peter ein. Dann lebte er noch die letzten drei Jahre bis zu seinem Tod als Einsiedler in einem hohlen Baum nahe dem Benediktinerkloster Blandinenberg in Maastricht, mit einem Stein als Kopfkissen.
Im 8. Jahrhundert wurde in Gent eine ihm geweihte Grabkirche erbaut - die spätere Kirche St. Johannes. Im frühen 9. Jahrhundert wurden seine Gebeine in sein Kloster St. Peter übertragen, das dann seinen Namen erhielt. Um 950 wurde er neben Vedastus Patron der neuen Stadtkirche von Gent, die nach der Aufhebung der St. Bavo-Abtei als St. Bavo-Kathedrale 1559 ihre Rechte übernahm und wo sich seitdem seine Reliquien befinden.

Die älteste bekannte Nachricht über Bavo ist eine von Alkuin verfasste Inschrift, die ihn als Schüler des Amandus von Maastricht und verehrten Geistlichen bezeichnet. Um 825 entstand in Gent unter Abt Einhard eine erste Lebensbeschreibung, nach deren Vorbild um 1000 drei weiter folgten.



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