┬źHerr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.┬╗ Joh. 6,68














 
                    

Dienstag, 26 September 2017

Hl. Meingold von W├╝rzburg

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Hl. Meingold von Würzburg

Bischof von Würzburg

* um 712 in Franken in Bayern
† 26. September 783 in Neustadt am Main in Bayern

Meingold, Sohn einer begüterten Familie aus dem Hochadel in Neustrien, war 738 Benediktinermönch und Diakon in Fritzlar, wo er als Lehrer an der Klosterschule wirkte. Von Bischof Burkhard von Würzburg wurde er dann als Abt in der Klosterzelle Rorinlacha - am heutigen Michaelsberg in Neustadt am Main - eingesetzt. Schon bevor Burkhard 754 als Bischof von Würzburg abdankte, hatte er Meingold als seinen Nachfolger auserkoren; er wurde nun von König Pippin dem Jüngeren zum Bischof ernannt und durch Bonifatius geweiht.

755 ließ Meingold am Fundort der Leichname von Kilian und seinen Gefährten an der Stelle des heutigen Neumünsters in Würzburg eine Kirche bauen. Für 757 ist seine Teilnahme am Konzil in Compiègne nachgewiesen. Um 760 gab er zusammen mit Erzbischof Lullus von Mainz die Anregung zur Aufzeichnung der Lebensgeschichte von Bonifatius; Verfasser war wohl Bischof Willibald von Eichstätt. 762 wird auch Meingold erwähnt unter den 44 Prälaten, die unter Führung von Chrodegang von Metz einen Klerus-Gebetsverein, den Totenbund von Attigny, gründeten. Meingolds großes Interesse an Theologie und praktischer Seelsorge dokumentieren auch drei erhaltene Briefe, die er mit Lullus von Mainz wechselte.

768 verzichtete Meingold auf sein Bischofsamt, zog sich mit einigen Mönchen in seine Klosterzelle Rorinlacha zurück und gründete dort ein neues Benediktinerkloster auf Besitz, der ihm von einem gewissen Hatto überlassen worden war. Im Jahr 772 folgten 50 Glaubensbrüder, wohl auf Veranlassung von Karl dem Großen, der Mönche als Missionare für seinen Missionsfeldzug gegen Sachsen brauchte und die auch im Kloster Neustadt ausgebildet werden sollten. Als 774 in Anwesenheit von Karl dem Großen die Nazariusbasilika in Lorsch geweiht wurde, assisitierte die geistliche Elite jener Zeit, darunter Meingold, nicht aber der Würzburger Bischof Berowelf. Auch bei der Weihe der Kirche in St. Goar bei Koblenz durch Lullus von Mainz war Meingold beteiligt.

Als im August 781 das neue Kloster und die neue Abteikirche an der neuen Stätte - Neustadt am Main - geweiht wurde, haben auch Karl der Große sowie der Überlieferung nach die Bischöfe Willibald von Eichstätt und Lullus von Mainz teilgenommen. Neustadt erhielt u.a. Reliquien des hl. Martin, das neue Kloster hatte schon damals dieselben Abmessungen wie die heutige Klosteranlage.

Nach seinem Ableben wurde Meingold zuerst in Neustadt beerdigt. Der Sarg wurde 795 von Bischof Berowelf nach Würzburg gebracht. Im 14. Jahrhundert stand er dort im Neumünster unter der Stiege der Orgel, 1711 wurde er in die Kiliansgruft überführt, heute ist er in der Westkrypta aufgestellt.



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