«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Mittwoch, 06 September 2017

Hl. Maginold (Magnus, Mang)

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Hl. Maginold (Magnus, Mang)

Glaubensbote im Allgäu

* um 699 bei St. Gallen (?) in der Schweiz
† um 772 im heutigen Füssen in Bayern

Maginold, zunächst mit anderen zusammen Einsiedler und Mönch im heutigen St. Gallen, wurde - nach der Vita seines Freundes Theodor - im 8. Jahrhundert der Apostel des Allgäus. Der Legende nach war er Gefährte von Kolumban und Gallus, tatsächlich war er wohl im Auftrag von Bischof Wikterp zusammen mit Tozzo und Theodor ab etwa 746 im Oställgäu tätig. Während Theodor in Kempten blieb, wirkte Maginold am oberen Lech und baute zunächst ein Bethaus in Waltenhofen, dann gründete er im heutigen Füssen eine Zelle, die von König Pippin dem Jüngeren mit Gütern ausgestattet wurde und aus der eine klösterliche Gemeinschaft wuchs.

Nach einer Reihe von Wundererzählungen überwältigte Maginold einen Drachen, der ihm den Weg versperren wollte, und zwang einen Bären, von seinen Äpfeln abzulassen. Mit seinem Stab soll er Schlangen und Bären, die die Einwohner bedrohten, vertrieben haben.

Nach dem Tod von Bischof Wikterp verfiel die Mönchsgemeinschaft, um 850 wurde sie vom Augsburger Bischof Lanto wiederbegründet; Maginolds Gebeine wurden erhoben und in die Krypta übertragen, das nach ihm benannte Benediktinerkloster St. Mang in Füssen entstand.

Maginold wurde als Apostel des Allgäus auch in Tirol, in der Schweiz sowie in Altbayern und Schwaben hoch verehrt und teilweise zu den Nothelfern gezählt. Auch heute noch wird in Schussenried und Wangen im Allgäu ein silberner St.-Mang-Stab bei Bittprozessionen gegen Flurschäden über die Felder getragen.



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