«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Samstag, 02 September 2017

Hl. Wolfsind

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Hl. Wolfsind

Märtyrerin

† im 8. Jahrhundert (?) in Reisbach in Bayern

Wolfsind wurde nach der Überlieferung von ihrem Vater, dem Gaugrafen auf Warth, getötet. Weil sie sich weigerte, dem christlichen Glauben abzuschwören, habe er seine Tochter mit einem Pferde zu Tode geschleift. Nach anderer Überlieferung wurde sie von einem abgewiesenen heidnischen Anführer eines Kriegsheeres umgebracht. In beiden Fällen wird berichtet, dass an der Stelle ihres Martyriums eine Quelle entsprungen sei.

Zum ersten Mal wird eine Wolfsind erwähnt im Jahr 739 in einem Totenkalender des Klosters Wessobrunn. Die Verehrung als Heilige und Märtyrerin ist erstmals im 12. Jahrhundert belegt. Im 18. Jahrhundert blühte er Kult auf, das Verbot einer Wallfahrt hatte keine Wirkung; erst im 19. Jahrhundert wurde ihre Legende aufgezeichnet. Die angeblichen Gebeine von Wofsind, ursprünglich in der Pfarrkirche in Reisbach aufbewahrt, sollen in den Wirren des Dreißigjährigen Krieges verloren gegangen sein.

Über dem als heilkräftig geltende Fieberbrünnl in Reisbach wurde 1816 eine Kapelle erbaut und 1822 durch Weihbischof Streber eingeweiht. Seitdem findet jedes Jahr am 2. September ein feierlicher Gottesdienst statt; am Sonntag vor oder nach dem 2. September zieht eine Prozession zur Kapelle.



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