«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Freitag, 18 August 2017

Hl. Helena

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Hl. Helena

Mutter Kaiser Konstantins

* um 249 in Drepanon, heute Hersek in der Türkei (?)
† 18. August (?) 329 (?) in Nikomedien, heute Ízmit in der Türkei

Helenas Geburtsort war wahrscheinlich Drepanum, das dann 327 zu ihren Ehren in Helenopolis umbenannt wurde - das heutige Hersek; ihr Vater war wohl ein heidnischer Gastwirt. Legenden bezeichnen sie teilweise auch als Stallmagd aus Aquitanien, als englische Königstochter oder als in Trier geboren. Sie lebte dann als Herbergswirtin in Naissus - dem heutigen Niš in Serbien. Sie wurde in nicht legitimer Ehe Gattin des späteren römischen Kaisers Konstantius I., der Mitkaiser des Christenverfolgers Diokletian war, und Mutter von Konstantin dem Großen.

Bevor Konstantius I. mit Einführung der Tetrarchie im Jahr 293 zum Kaiser des Römischen Reiches ernannt wurde, verstieß er 289 Helena wegen ihres niederen Standes, um Flavia Maximiana Theodora, die Stieftochter des Kaisers Maximianus, zu heiraten. Er machte Augusta Treverorum - das heutige Trier - zu seiner Residenz; aber Helena behielt weiterhin Einfluss.

Der neue Kaiser verlieh seiner Mutter den Ehrentitel nobilissima femina, edelste Dame. Nach Konstantins Sieg über Maxentius 312 erhielt sie einen eigenen Palast in Rom, und als Konstantin 324 die Alleinherrschaft errungen hatte, den Titel einer Augusta mit dem Vorrecht des Diadems und der Abbildung auf Goldmünzen.

312 Christin geworden, förderte sie in jeder Weise das sich ausbreitende und durch Konstantin im Edikt von Mailand 313 bestätigte Christentum. Zahlreiche Kirchenbauten werden ihr zugeschrieben, so die Kreuzeskirche in Jerusalem, im Zusammenwirken mit Bischof Makarios I. von Jerusalem die Geburtskirche in Betlehem, dazu die Apostelkirche in Konstantinopel - dem heutigen Ístanbul - und die Marcellinus und Petrus geweihte Märtyrerbasilika an der Via Merulana in Rom.

Als Helena schon über 70 Jahre alt war, soll sie im Traum den göttlichen Befehl erhalten haben, nach Palästina zu reisen, die Heiligen Stätten zu finden und würdig auszugestalten. Wohl 326 unternahm sie ihre Wallfahrt nach Jerusalem, um die Fußspuren des Erlösers zu verehren, wie der Zeitgenosse Eusebius berichtete. Die Suche nach dem Grab Jesu war schließlich von Erfolg gekrönt; dazu fand man auch Melchisedeks Felsengruft und drei gut erhaltene Kreuze, die mehr als 300 Jahre alt gewesen sein könnten. Bischof Makarios I. von Jerusalem bezeugte die Kreuzauffindung. Auch Cyrill von Jerusalem bezeugte das wahre Kreuz und das Heilige Grab. Die Kirche über dem Garten Getsemani habe Helena als 79-jährige bei ihrer Wallfahrt gegründet.

Nachdem Helena gestorben war, wurde sie in einem Mausoleum an der Via Labicana in Rom, das vermutlich ursprünglich für Konstantinus I. gedacht war, beigesetzt. Der Leichnam Helenas soll dann von ihrem Sohn nach Konstantinopel gebracht und im 9. Jahrhundert in die Benediktinerabtei in Hautvillers überführt worden sein, wo ihr Haupt, wie auch in Trier, verehrt wird. Im 12. Jahrhundert kamen Reliquien in die Kirche Santa Maria in Aracoeli in Rom, weitere gibt es in Paris. Der prächtige Porphyrsarg gelangte - offenbar leer - in die Museen im Vatikan.

Für die Reliquien des Heiligen Kreuzes, die Helena von Jerusalem nach Rom gebracht und bis zu ihrem Lebensende in ihrem Palast verwahrt hatte, ließ Konstantin in Rom die Kirche Santa Croce in Gerusalemme bauen.



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