«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68














 
                    

Donnerstag, 18 Mai 2017

Hl. Johannes I.

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Hl. Johannes I.

Papst, Märtyrer

* um 470 in der Toskana in Italien
† 18. Mai 526 in Ravenna in Italien

Johannes war 523-526 Papst. Man weiß wenig von ihm, aber er war abscheinend bei seiner Wahl bereits alt und gebrechlich. Zu seiner Zeit wurde Italien vom arianischen Ostgotenkönig Theoderich beherrscht. Fast alle Germanenstämme jener Zeit waren Arianer, glaubten also nicht an die Gottheit Christi; Theoderich versuchte, allerdings nicht mit durchschlagendem Erfolg, ein arianisch-germanisches Bündnis als Gegengewicht zum rechtgläubigen Ostrom zu schaffen. Eine Ausnahme unter den Germanen bildete der fränkische Stamm der Merowinger, seit deren König Chlodwig sich um 498 hatte katholisch taufen lassen.  In Italien, wo die arianische Oberschicht der Ostgoten in der Minderheit war, verhielt sich Theoderich politisch geschickt, indem er sich in die Religion seiner katholischen Untertanen nicht einmischte, aber auf strikter Trennung beider Lebenswelten bestand und die arianische Seite kräftig förderte.  523 erließ der oströmische Kaiser Justin ein gegen die Arianer gerichtetes Dekret (das sich vor allem gegen die auf Reichsboden siedelnden Westgoten richtete). Da in den Jahren zuvor auch das Verhältnis zwischen den Katholiken Italiens und dem Kaiser wieder enger geworden war, wurde Theoderich nervös und sandte eine Abordnung an den Kaiser, die Papst Johannes gegen seinen Willen anführen musste, um über das Dekret verhandeln zu lassen. Johannes konnte einiges erreichen, doch nicht so viel, wie Theoderich sich erwartet hatte. Zudem war er in Konstantinopel mit allen Ehren empfangen worden. Daher setzte ihn Theoderich, der sich, allerdings zu Unrecht, hintergangen fühlte,  bei seiner Rückkehr in Ravenna fest; dort starb Johannes durch die üble Behandlung schon nach wenigen Tagen. Sein Leib wurde 530 nach Rom überführt.







 
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