«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Donnerstag der 5. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
II. Vatikanisches Konzil
ErklĂ€rung „Nostra aetate“ ĂŒber das VerhĂ€ltnis der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen, 1-2

Die Frau war eine Heidin

In unserer Zeit, da sich das Menschengeschlecht von Tag zu Tag enger zusammenschließt und die Beziehungen unter den verschiedenen Völkern sich mehren, erwĂ€gt die Kirche mit um so grĂ¶ĂŸerer Aufmerksamkeit, in welchem VerhĂ€ltnis sie zu den nichtchristlichen Religionen steht. GemĂ€ĂŸ ihrer Aufgabe, Einheit und Liebe unter den Menschen und damit auch unter den Völkern zu fördern, fasst sie vor allem das ins Auge, was den Menschen gemeinsam ist und sie zur Gemeinschaft untereinander fĂŒhrt.

Alle Völker sind ja eine einzige Gemeinschaft, sie haben denselben Ursprung, da Gott das ganze Menschengeschlecht auf dem gesamten Erdkreis wohnen ließ (vgl. Apg 17,26); auch haben sie Gott als ein und dasselbe letzte Ziel. Seine Vorsehung, die Bezeugung seiner GĂŒte und seine HeilsratschlĂŒsse erstrecken sich auf alle Menschen (vgl. Weish 8,1; Apg 14,17; Röm 2,6-7;1 Tim 2,4), bis die ErwĂ€hlten vereint sein werden in der Heiligen Stadt, deren Licht die Herrlichkeit Gottes sein wird; werden doch alle Völker in seinem Lichte wandeln (vgl. Apg 21,23f.).

Die Menschen erwarten von den verschiedenen Religionen Antwort auf die ungelösten RĂ€tsel des menschlichen Daseins, die heute wie von je die Herzen der Menschen im tiefsten bewegen: Was ist der Mensch? Was ist Sinn und Ziel unseres Lebens? Was ist das Gute, was die SĂŒnde? Woher kommt das Leid, und welchen Sinn hat es? Was ist der Weg zum wahren GlĂŒck? Was ist der Tod, das Gericht und die Vergeltung nach dem Tode? Und schließlich: Was ist jenes letzte und unsagbare Geheimnis unserer Existenz, aus dem wir kommen und wohin wir gehen?

Die katholische Kirche lehnt nichts von alledem ab, was in diesen Religionen wahr und heilig ist. Mit aufrichtigem Ernst betrachtet sie jene Handlungs- und Lebensweisen, jene Vorschriften und Lehren, die zwar in manchem von dem abweichen, was sie selber fĂŒr wahr hĂ€lt und lehrt, doch nicht selten einen Strahl jener Wahrheit erkennen lassen, die alle Menschen erleuchtet. UnablĂ€ssig aber verkĂŒndet sie und muss sie verkĂŒndigen Christus, der ist „der Weg, die Wahrheit und das Leben“ (Joh 14,6), in dem die Menschen die FĂŒlle des religiösen Lebens finden, in dem Gott alles mit sich versöhnt hat (vgl. 2 Kor 5,18-19).



 
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