«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Montag der 4. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Sel. Charles de Foucauld (1858-1916), Eremit und Missionar in der Sahara
Meditation 194 ĂŒber die Evangelien

Geh nach Hause, und berichte deiner Familie alles, was der Herr fĂŒr dich getan hat

Wenn wir Jesus nachfolgen wollen, dĂŒrfen wir uns nicht wundern, wenn er es uns nicht sogleich erlaubt; selbst dann nicht, wenn er es uns niemals erlaubt [...] TatsĂ€chlich reicht sein Blick weiter als unser Blick: er will nicht allein unser Wohl, sondern das Wohl aller [...]

An seinem Leben teilzunehmen, zusammen mit den Aposteln und so wie sie, ist sicherlich ein Gut und eine Gnade, und wir mĂŒssen unentwegt uns bemĂŒhen, dieser Nachfolge mehr und mehr gerecht zu werden. Doch das ist eine nurmehr Ă€ußerliche Gnade; Gott kann uns, indem er uns innerlich mit Gnaden ĂŒberhĂ€uft, viel heiliger machen ohne diese vollkommene Nachahmung [...] als mit ihr. Er kann uns, wenn er in uns den Glauben, die Hoffnung und die Liebe vermehrt, viel vollkommener in der Welt oder in einem Orden mit leichten Regeln machen, als wenn wir in der WĂŒste oder in einem strengen Orden lebten [...] Wenn Gott uns nicht erlaubt, ihm zu folgen, dĂŒrfen wir uns nicht darĂŒber wundern, uns erschrecken oder traurig werden, sondern mĂŒssen uns sagen, dass er uns behandelt wie den Besessenen von Gerasa und dass er dafĂŒr ĂŒberaus weise und verborgene GrĂŒnde haben wird. Was es braucht, ist ihm zu gehorchen und uns seinem Willen zu ĂŒbergeben. Und vielleicht [...] hat Jesus einige Monate oder Jahre spĂ€ter dem Besessenen von Gerasa erlaubt, sich den Apostel anzuschließen.

Versuchen wir doch, Schritt fĂŒr Schritt in grĂ¶ĂŸtmöglicher Sorgfalt ihm nachzufolgen – und leben wir so vollkommen wie möglich in der Lebenssituation, in die Jesus uns gestellt hat und in der er uns haben möchte. Leben wir es, als wenn er selbst es leben wĂŒrde, wenn der Wille seines Vaters ihn da hineinstellen wĂŒrde, handeln wir in allem so, als wĂŒrde er handeln, als wĂŒrde sein Vater ihn dorthin stellen [...] Die wirkliche Vollkommenheit besteht darin, den Willen Gottes zu erfĂŒllen.



 
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