«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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4. Sonntag im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Hieronymus (347-420), Priester, BibelĂŒbersetzer und Kirchenlehrer
Kommentar zum Markusevangelium, 2; PLS 2, 125s

Eine neue Lehre

„Der unreine Geist zerrte den Mann hin und her und verließ ihn mit lautem Geschrei.“ Das ist seine Art, seinen Schmerz zu zeigen: Indem er mit Gewalt an ihm zerrt. Und da er der Seele des Menschen keinen Schaden zufĂŒgen konnte, hat der DĂ€mon seine GewalttĂ€tigkeit dem Körper zugefĂŒgt. Diese leibhaftigen Zeichen waren andererseits das einzige Mittel, das ihm zur VerfĂŒgung stand, um anzuzeigen, dass er ausfahren wĂŒrde. Der reine Geist offenbart seine Gegenwart – der unreine Geist ist im RĂŒckzugsgefecht [...]

„Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das?“ Schauen wir in die Apostelgeschichte und auf die Zeichen, die die ersten Propheten wirkten. Was sagen die Zauberer des Pharao zu den Wunderzeichen des Mose? „Das ist der Finger Gottes“ (vgl. Ex 8,15). Moses ist es, der sie vollbringt, doch sie erkennen darin die Macht eines anderen. SpĂ€ter sollten die Apostel andere Wunder vollbringen: „Im Namen Jesu, stehe auf und gehe!“ (vgl. Apg 3,6); „Da befahl Paulus dem Geist im Namen Jesu, aus dieser Frau auszufahren“ (vgl. Apg 16,18). Der Name Jesu wird immer genannt. Doch was sagt er selbst hier? „Schweig und verlass ihn!“, ohne genauer zu werden. Denn in seinem eigenen Namen gibt er dem Geist den Befehl, auszufahren. „Da erschraken alle und einer fragte den andern: Was ist das? Eine neue Lehre mit Vollmacht“. Die Austreibung des DĂ€mons hatte an sich nichts Neues: Die Exorzisten der HebrĂ€er vollzogen sie hĂ€ufig. Doch was sagt Jesus? Was ist das fĂŒr eine neue Lehre? Wo steckt die Neuheit? Dass er in seiner eigenen AutoritĂ€t den unreinen Geistern befiehlt. Er nennt niemand anderes: Er gibt selbst den Befehl; er spricht nicht im Namen eines anderen, sondern mit eigener AutoritĂ€t.



 
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