«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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3. Sonntag im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Hieronymus (347-420), Priester, BibelĂŒbersetzer und Kirchenlehrer
Homilien ĂŒber das Markusevangelium; PL 52, 125-171

„[...] und sie folgten ihm“

„Da sagte er [Jesus] zu ihnen: Kommt her, mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen.“ GlĂŒckselige Umwandlung des Fischfangs: Simon und Andreas sind der Fischfang Jesu [...] Diese Menschen sind Fischen Ă€hnlich geworden, die durch Christus gefangen wurden, bevor sie selbst beginnen sollten, andere Menschen zu fischen. „Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm nach.“ Echter Glaube kennt keinen Aufschub; sobald sie gehört hatten, glaubten sie, folgten ihm und wurden zu Fischern. „Und sogleich ließen sie ihre Netze liegen [...].“ Ich glaube, dass sie durch diese Netze alle SĂŒndhaftigkeit des Lebens in dieser Welt verlassen haben [...]

„Als er ein StĂŒck weiterging, sah er Jakobus, den Sohn des ZebedĂ€us, und seinen Bruder Johannes; [...] und sie ließen ihren Vater ZebedĂ€us mit seinen Tagelöhnern im Boot zurĂŒck und folgten Jesus nach.“ Man wird sagen: der Glaube ist kĂŒhn. Welchen Anhaltspunkt hatten sie, welches erhabene Zeichen ist ihnen aufgefallen, dass sie ihm folgen konnten, sobald er sie anrief? Uns wird klar, dass offensichtlich irgendetwas Göttliches von Jesu Blick ausging, von seinem Gesichtsausdruck, was diejenigen, die Jesus ansahen, antrieb, sich ihm zuzuwenden [...] Doch warum sage ich das alles? Um euch zu zeigen, dass das Wort des Herrn wirksam ist, und dass er durch das geringste seiner Worte an seinem Werk arbeitete: „denn er gebot, und sie waren erschaffen“ (Ps 148,5). Mit der gleichen Einfachheit hat er gerufen und sie sind gefolgt [...]: „Höre, Tochter, sieh her und neige dein Ohr, vergiss dein Volk und dein Vaterhaus! Der König verlangt nach deiner Schönheit [...]“ (Ps 44,11-12).

Höre gut zu, Bruder, und folge den Spuren der Apostel; höre auf das Wort des Erlösers, vergiss deinen Vater dem Fleische nach und schaue auf den wahren Vater deiner Seele und deines Geistes [...] Die Apostel verlassen ihren Vater, verlassen ihr Boot, verlassen alle ihre ReichtĂŒmer von einst; sie lassen die Welt zurĂŒck und ihre unzĂ€hlbaren ReichtĂŒmer; sie verzichten auf alles, was sie besitzen. Doch es ist nicht die Vielzahl der ReichtĂŒmer, auf die Gott achtet, es ist die Seele dessen, der verzichtet. Sie, die nur wenig verlassen haben, hĂ€tten gegebenenfalls genauso auf ein großes Vermögen verzichtet.




 
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