«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Donnerstag der 2. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Alphons-Maria von Liguori (1696-1787), Bischof und Kirchenlehrer
5. ErwĂ€gung ĂŒber das große Geheimnis der Menschwerdung des ewigen Wortes

„Alle, die ein Leiden hatten, drĂ€ngten sich an in heran, um ihn zu berĂŒhren“

„Sagt den Verzagten: Seid stark, fĂŒrchtet euch nicht! [...] Er selbst kommt und wird euch retten“ (Jes 35, 4). Was der Prophet verkĂŒndet hat, ist in ErfĂŒllung gegangen und deshalb darf auch jeder von uns frohlockend ausrufen: Freut euch, ihr Kinder Adams, freut euch, seid nicht mehr kleinmĂŒtig! Wenn ihr schwach seid und es nicht vermögt, so vielen Feinden zu widerstehen, so fĂŒrchtet euch dennoch nicht: Gott selber kommt und erlöst euch. Ja, Gott selbst ist auf die Erde gekommen und hat uns erlöst, indem er uns hinreichende Kraft mitgeteilt hat, alle Feinde unseres Heiles zu bekĂ€mpfen und zu besiegen. Auf welche Weise hat uns aber unser göttlicher Erlöser diese Kraft erteilt? Er ist aus einem AllmĂ€chtigen schwach geworden. Er hat unsere Schwachheit auf sich genommen und uns dadurch seine StĂ€rke mitgeteilt. [...]

„Herr! Wer vermag der Kraft deines Armes zu widerstehen?“, ruft Jesaja (vgl. 40,10). [...] Aber was tut der Sohn Gottes, da er sieht, dass der Mensch um der vielen Wunden willen, die ihm seine SĂŒnden geschlagen, allzu schwach und ohnmĂ€chtig ist, um der Gewalt seiner Feinde zu widerstehen? Aus einem Starken und AllmĂ€chtigen wird er schwach und nimmt die körperlichen Schwachheiten der Menschen auf sich, um dem Menschen durch seine Verdienste die StĂ€rke des Geistes zu erlangen [...]  Er wird ein Kind [...] Endlich am Ende seines Lebens erblicken wir Jesus sogar im Garten Gethsemane mit Stricken gebunden, aus denen er sich nicht loswinden kann; wir sehen ihn im Richthaus des Pilatus an eine SĂ€ule gefesselt, um gegeißelt zu werden; wir sehen ihn mit dem Kreuz auf den Schultern, das er aber vor SchwĂ€che nicht weiter tragen kann, und unter dessen Last er darum am Wege oft zu Boden sinkt; wir sehen ihn an das Kreuz geheftet mit NĂ€geln, von denen er sich nicht zu befreien vermag [...] Wenn wir also schwach sind, so vertrauen wir auf Jesus, und wir werden alles vollbringen. „Ich vermag alles in dem, der mich stĂ€rkt“, sagt der Apostel Paulus (vgl. Phil 4, 13), das heißt nicht durch meine Kraft, sondern durch jene Kraft, welche mir mein Erlöser durch seine Verdienste erworben hat.




 
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