«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Mittwoch der 2. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Gertrud von Helfta (1256-1301), Benediktinerin
Die geistlichen Übungen, § 7, Terz

Man beobachtete Jesus, um ihn anklagen zu können

Zur Zeit des Gebetes sollst du dich ganz von Frieden und Liebe durchdringen lassen [...]; oh Friede Gottes, der alle Erkenntnis ĂŒbersteigt (vgl. Phil 4,7), gefĂ€llig und angenehm, sanft und allem vorzuziehen; ĂŒberall, wo du eindringst, herrscht unverwĂŒstliche Sicherheit. Du allein hast die Macht, den Zorn des Herrschers zu bremsen; du zierst den Thron des Königs durch deine Milde; du erleuchtest das Reich der Herrlichkeit durch dein Erbarmen und deine Barmherzigkeit. Ich bitte dich instĂ€ndig, nimm meine Sache in deine Hand – ich, schuldig und unwĂŒrdig [...] Schon steht der GlĂ€ubiger vor der TĂŒr [...] und es ist nicht klug, mit ihm zu sprechen, denn ich habe nichts, womit ich meine Schuld bezahlen könnte. AllersĂŒĂŸester Jesus, mein Friede, wie lange wirst du schweigen? [...] Ich bitte dich instĂ€ndig, wenigstens jetzt rede zu meinen Gunsten und sprich dieses liebevolle Wort: „Ich selbst werde sie loskaufen“. Du bist ja wirklich die Zuflucht aller Armen. Du gehst an niemandem vorbei, ohne ihm dein Heil zu schenken. Niemals hast du den von dir scheiden lassen, der sich zu dir geflĂŒchtet hat, ohne dass er versöhnt wĂ€re [...]

Ich bitte dich instĂ€ndig, meine Liebe, mein Jesus, zu dieser Stunde des Tages wurdest du fĂŒr mich gegeißelt, mit Dornen gekrönt, erbĂ€rmlich mit Leiden ĂŒberhĂ€uft. Du bist mein wahrhaftiger König, außer dir kenne ich niemand. Du hast dich zum Spott der Menschen gemacht, verstoßen und abstoßend wie ein AussĂ€tziger (vgl. Jes 53,3), dass JudĂ€a es zurĂŒckweist, dich als seinen König anzuerkennen (vgl. Joh 19,14–15). Dass doch wenigstens ich, durch deine Gnaden gestĂ€rkt, dich als meinen König anerkenne! Mein Gott, gibt mir diesen Unschuldigen, diesen so zĂ€rtlich Geliebten, meinen Jesus, der fĂŒr mich so vollstĂ€ndig zurĂŒckgezahlt hat, „was er nicht geraubt hatte“ (vgl. Ps 68(69),5). Gib ihn mir, dass er die StĂŒtze meiner Seele sei. Dass ich ihn in meinem Herzen empfange, dass er durch die Bitterkeit seiner Leiden und seiner Passion meinen Geist aufrichte [...].




 
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