«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Montag der 2. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Johannes Paul II. (1920-2005), Papst
Apostolisches Schreiben « Mulieris dignitatum », §§ 23. 26 (© Libreria Editrice Vaticana)

Die Kirche, Braut Christi

Von grundlegender Bedeutung sind hierbei die Worte aus dem Epheserbrief: »Ihr MĂ€nner, liebt eure Frauen, wie Christus die Kirche geliebt und sich fĂŒr sie hingegeben hat, um sie im Wasser und durch das Wort rein und heilig zu machen. So will er die Kirche herrlich vor sich erscheinen lassen, ohne Flecken, Falten [...] Darum wird der Mann Vater und Mutter verlassen und sich an seine Frau binden, und die zwei werden ein Fleisch sein. Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche« (5, 25, 32). [...]

Wir befinden uns hier mitten im Ostergeheimnis, das Gottes brĂ€utliche Liebe zutiefst offenbart. Christus ist der BrĂ€utigam, weil er »sich hingegeben hat«: Sein Leib wurde »hingegeben«, sein Blut wurde »vergossen« (vgl. Lk 24, 19. 20). So hat er »seine Liebe bis zur Vollendung erwiesen« (Joh 13, 1). Die »aufrichtige Hingabe«, die im Kreuzesopfer enthalten ist, hebt endgĂŒltig den brĂ€utlichen Sinn der Liebe Gottes hervor. Christus ist als Erlöser der Welt der BrĂ€utigam der Kirche. Die Eucharistie ist das Sakrament unserer Erlösung. Sie ist das Sakrament des BrĂ€utigams und der Braut. Die Eucharistie vergegenwĂ€rtigt und verwirklicht auf sakramentale Weise aufs neue den Erlösungsakt Christi, der die Kirche als seinen Leib »erschafft«. Mit diesem »Leib« ist Christus verbunden wie der BrĂ€utigam mit der Braut. Alle diese Aussagen sind im Brief an die Epheser enthalten. In dieses »tiefe Geheimnis« Christi und der Kirche wird die seit dem »Anfang« von Mann und Frau gebildete bleibende »Einheit der zwei« eingefĂŒgt.



 
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