«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Donnerstag der 1. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Johannes vom Kreuz (1542-1591), Karmelit, Kirchenlehrer
Die lebendige Flamme, 2. Strophe, 16f., Einsiedeln 1964

„Jesus streckte die Hand aus und berĂŒhrte ihn“

[...] göttliches Leben! Nie tötest du, es sei denn, um zu beleben;
nie verwundest du, es sei denn, um zu zu heilen.
ZĂŒchtigst du mit leisem Streifen, so ist es genug, die Welt zu zerlösen;
doch willst du liebkosen, dann verweilst du mit Bedacht;
und so ist die Gabe deiner Huld ĂŒber alles Sagen.
Du hast mich verwundet, göttliche Hand, um mich zu heilen!
Du tötest in mir, was mich begraben hielt ohne das Leben Gottes, das ich heute in mir erlebe.
Und das gewĂ€hrtest du verschwenderisch mit deiner großmĂŒtigen Gnade.
Du gewĂ€hrtest es mir mit der eindringlichen BerĂŒhrung durch den Abglanz deiner Herrlichkeit und das Abbild deines Wesens (Hebr 1,3), durch deinen eingeborenen Sohn, mit ihm, der als deine Weisheit stark von einem Ende des Weltalls zum anderen reicht (Weish 8,1).
Und dieser, dein eingeborener Sohn, o barmherzige Hand des Vaters, ist die zarte BerĂŒhrung, mit der du mich machtvoll durchĂ€tztest und verwundetest.

Du zĂ€rtliche BerĂŒhrung, Sohn und Wort Gottes, der du mit dem Leisen deines göttlichen Seins dich in den Kern meiner Seele schmiegst und sie innig in dich hinĂŒberziehst, zu göttlichen Wonnen und WohlgefĂŒhlen, nie vernommen in Kanaan, nie gesehen in Teman (Bar 3,22)!
Du ĂŒber alles zarte BerĂŒhrung des Wortes, mir um so zarter angesichts der Gewalt, mit der du Berge umwĂ€lztest und Felsen am Berge Horeb allein mit dem Schatten der dir vorausgehenden Macht zerschmettertest, um dann mit zarter Kraft dich dem Propheten im SĂ€useln milder Luft zu offenbaren (1 Kön 19,11ff.)!
O umschwebende Luft, wie nur bist du so hauchzart, wie nur berĂŒhrst du so hauchzart, Wort, Gottessohn, bei deiner bestĂŒrzenden Allgewalt?
Überselig ist die Seele, die du Allgewaltiger so umhauchst! [...] Und solche verbirgst du in der Berge deines Antlitzes, des ewigen Wortes, vor den Verstörungen der Menschen (Ps 30(31),21).







 
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