«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Epiphanie - Hochfest Erscheinung des Herrn - Dreikönig
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Theresia Benedicta a Cruce [Edith Stein] (1891-1942), Karmelitin, MĂ€rtyrerin, Mitpatronin Europas
Verborgenes Leben und Epiphanie (6. Januar 1940), (in: Geistliche Texte II, Edith Stein – Gesamtausgabe)

„Denn Christus ist unser Friede. Er vereinigte die beiden Teile (Juden und Heiden) und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder“ (vgl. Eph 2, 14)

In den Menschen, die um die Krippe versammelt sind, haben wir ein Bild der Kirche und ihrer Entwicklung. Die Vertreter des alten Königsgeschlechtes, dem der Weltheiland verheißen war, und die Vertreter des glĂ€ubigen Volkes stellen die Verbindung zwischen dem Alten und dem Neuen Bunde her. Die Könige aus dem fernen Morgenlande weisen auf die Heidenvölker, denen von Juda her das Heil kommen soll. So steht hier schon „die Kirche aus Juden und Heiden.“

Die Könige sind an der Krippe als Vertreter der Suchenden aus allen LĂ€ndern und Völkern. Die Gnade hat sie gefĂŒhrt, ehe sie noch zur Ă€ußeren Kirche gehörten. In ihnen lebte ein reines Verlangen nach der Wahrheit, das nicht haltmachte vor den Grenzen heimischer Lehren und Überlieferungen. Weil Gott die Wahrheit ist und weil Er sich finden lassen will von denen, die Ihn von ganzem Herzen suchen, musste diesen „Weisen“ frĂŒher oder spĂ€ter der Stern aufleuchten, der ihnen den Weg zur Wahrheit zeigte. Und so stehen sie jetzt vor der menschgewordenen Wahrheit, sinken vor ihr anbetend nieder und legen ihre Kronen zu FĂŒĂŸen, weil alle SchĂ€tze der Welt nur ein wenig Staub sind im Vergleich zu ihr.






 
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