«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Texte vom 5. Januar in der Weihnachtszeit
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Romanos Melodos (?-um 560), Hymnendichter
2. Hymnus zur Epiphanie, §§ 15–18

Jesus, der Erlöser

Heben wir alle die Augen auf zu unserem Herrn im Himmel und rufen wir mit dem Propheten: „Er, der auf der Erde erschienen ist, ist unser Gott, er, der sich unter den Menschen aufhalten wollte“ (vgl. Bar 3,38) [...] Er, der sich den Propheten unter verschiedenen Gestalten gezeigt hat; er, den Ezechiel in der Gestalt eines Menschen auf einem Feuerwagen sah (Ez 1,26) und den Daniel als Menschensohn und Hochbetagten wahrgenommen hatte (Dan 7,9.13); er, der zugleich alt und jung war und den er als den einen Herrn bezeugte – er ist es, der erschien und der alles erleuchtete.

Er hat das Dunkel der Nacht vertrieben, durch ihn ist alles im Mittagslicht. Das Licht, das keinen Abend kennt, hat die Welt erleuchtet: Jesus, unser Erlöser. Das Land Zebulon gleicht in seinem Reichtum dem Paradies; denn „du trĂ€nkst es mit dem Strom deiner Wonnen“ (vgl. Ps 35(36),9) und in ihm entspringt lebendiges Wasser [...] In GalilĂ€a schauen wir „die Quelle des Lebens“ (V. 10), ihn, der erschienen ist und der alles erleuchtet hat.

Auch ich, Jesus, werde es also erleben, dass du meinen Geist erleuchtest und in mir sprichst: „Wer Durst hat, komme zu mir und trinke“ (vgl. Joh 7,37). Benetze dieses gedemĂŒtigte Herz, das meine Irrwege gebrochen haben. Hunger und Durst auf diesen Wegen haben es aufgebraucht: nicht Hunger nach Speise, nicht Durst nach Trank, sondern Hunger und Durst danach, Worte zu hören, die der Geist spricht (vgl. Am 8,11) [...] Deshalb seufzt mein Herz und wartet auf das Urteil von dir, der erschienen ist und der alles erleuchtet hat [...]

Gib mir ein deutliches Zeichen, reinige mich von meinen verborgenen Fehlern, denn meine geheimen Wunden zermĂŒrben mich [...] Ich falle vor dir auf die Knie, mein Retter, wie die an Blutfluss leidende Frau. Auch ich greife nach dem Saum deines Gewandes und spreche: „Wenn ich auch nur sein Gewand berĂŒhre, werde ich geheilt“ (Mk 5,28). Lass mich nicht vergeblich hoffen, du Arzt der Seelen [...] Ich werde dich finden, und du wirst mein Heil sein, du, der erschienen ist und der alles erleuchtet hat.




 
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