«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Texte vom 4. Januar in der Weihnachtszeit
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und später Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Predigten zum Johannesevangelium, Nr. 19

„Jesus blickte ihn an und sagte: Du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels“

„Du bist Simon, der Sohn des Johannes, du sollst Kephas heißen, das bedeutet: Petrus, Fels.“ [...] Das ist also der Name, den Christus dem Simon gibt. Jakobus und seinen Bruder wird er „Donnersöhne“ nennen (Mk 3,17). Weshalb diese Namensänderungen? Jesus will damit zeigen, dass er der gleiche ist, der den alten Bund einsetzte, der schon einmal die Namen Abram in Abraham, Sarai in Sara, Jakob in Israel verwandelt hatte (Gen 17,5f.; 32,29). Er hat auch mehreren Menschen bei ihrer Geburt ihre Namen verliehen: Isaak, Samson, den Kindern von Jesaja und Hosea. [...]

Heute haben wir einen Namen, der weit über allen anderen steht; wir heißen „Christen“ – eine Bezeichnung, die aus uns Kinder Gottes macht, Freunde Gottes, seinem Leib zugehörig. Gibt es einen anderen Namen, der uns stärker dazu veranlassen könnte, nach den Tugenden zu streben, der uns mit größerem Eifer erfüllen, uns mehr dazu anspornen könnte, Gutes zu tun? Hüten wir uns davor, irgend etwas zu tun, was dieses großen und schönen Namens unwürdig ist, eines Namens, der mit dem Jesu Christi verbunden ist. Diejenigen, die den Namen eines großen militärischen Führers oder einer berühmten Persönlichkeit tragen, empfinden sich geehrt und tun alles, um dieses Namens würdig zu bleiben. Wir leiten unseren Namen nicht von einem Heerführer oder Fürsten dieser Erde oder von einem Engel her, sondern vom König der Engel: um wie viel mehr müssen wir um der Ehre dieses heiligen Namens willen bereit sein, alles zu verlieren, selbst unser Leben?




 
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