«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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31. Sonntag im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Kommentar zum Evangelium nach Matthäus, 6,4−5; PL 9, 952−953

Sie reden nur, tun aber nichts

Der Herr weist uns darauf hin, dass schmeichelhafte Worte und gefälliges Benehmen an den Früchten gemessen werden müssen, die sie hervorbringen. Wir dürfen also jemanden nicht danach bewerten, wie er sich mit Worten darstellt, sondern müssen ihn an seinen Taten messen. Häufig nämlich verbirgt sich hinter dem Schein eines harmlosen Schafes ein reißender Wolf (Mt 7,15). Und wie Disteln keine Trauben und Dornen keine Feigen hervorbringen, so bestehen gute Werke, wie uns Jesus sagt, in Wirklichkeit nicht aus schönen Worten. Alle Menschen müssen nach ihren Früchten beurteilt werden (V. 16−18).

Ein Dienst, der sich auf schöne Worte beschränkt, reicht nicht aus zum Gewinn des Himmelreichs; nicht wer „Herr, Herr“ ruft, wird es erben (V. 21) […] Worin besteht die Heiligkeit, die sich darauf beschränkt, einen Namen anzurufen, wenn doch der Weg ins Himmelreich über den Gehorsam gegenüber dem Willen Gottes führt? […]

Wer die ewige Seligkeit erlangen will, muss schon das Seinige dazu beitragen. Er muss etwas von seinem Eigenkapital abgeben: Gutes wollen, Schlechtes vermeiden und aus ganzem Herzen die Gebote Gottes halten. Eine solche Haltung bewirkt, dass Gott uns zu den Seinen zählt. Passen wir doch unsere Taten seinem Willen an, statt uns seiner Macht zu rühmen. Denn diejenigen, die sich durch unrechtes Handeln selbst von ihm abgewandt haben, wird er zurückweisen und verwerfen.



 
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