«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Fest des Hl. Lukas, Evangelist
Kommentar zum heutigen Evangelium
Origenes (um 185-253), Priester und Theologe
Homilien zum hl. Lukas, Nr.1,1−2

„So kannst du dich von der ZuverlĂ€ssigkeit der Lehre ĂŒberzeugen, in der du unterwiesen wurdest“(Lk 1,4)

„Schon viele haben es unternommen, einen Bericht ĂŒber all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfĂŒllt hat [...] Nun habe auch ich mich entschlossen, allem von Grund auf sorgfĂ€ltig nachzugehen, um es fĂŒr dich, hochverehrter Theophilus, der Reihe nach aufzuschreiben. So kannst du dich von der ZuverlĂ€ssigkeit der Lehre ĂŒberzeugen, in der du unterwiesen wurdest“ (Lk 1,1−4).

Einstmals gab es unter den Juden viele, die behaupteten, die Gabe der Prophetie zu besitzen, aber einige waren falsche Propheten [...] Das gleiche gilt fĂŒr die Zeit des Neuen Testaments, wo viele „es unternommen haben“, Evangelien zu verfassen, von denen aber nicht alle anerkannt wurden. Die Worte „haben es unternommen“ enthalten eine versteckte Anklage denen gegenĂŒber, die sich ohne die Gnade des Heiligen Geistes an die Abfassung von Evangelien gemacht haben. MatthĂ€us, Markus, Johannes und Lukas haben es „nicht unternommen“ zu schreiben, sondern haben, erfĂŒllt vom Heiligen Geist, die echten Evangelien geschrieben.

Die Kirche besitzt also vier Evangelien, die HĂ€retiker haben deren sehr viele [...] Viele haben es unternommen zu schreiben, aber nur vier Evangelien sind anerkannt. Ihnen muss, um es deutlich zu sagen, das entnommen werden, was wir ĂŒber die Person unseres Herrn und Erlösers glauben mĂŒssen. Ich weiß, dass es ein Evangelium gibt, das man „nach Thomas“ nennt, und ein anderes „nach Matthias“, und wir lesen deren noch weitere, um nicht als unwissend bei denen zu gelten, die sich einbilden, etwas zu verstehen, wenn sie diese Texte kennen. Bei alldem anerkennen wir aber nur, was von der Kirche anerkannt wird, und nicht mehr. Was sich zum Text der Vorrede des hl. Lukas sagen lĂ€sst, ist also dies: „Schon viele haben es unternommen, einen Bericht ĂŒber all das abzufassen, was sich unter uns ereignet und erfĂŒllt hat.“





 
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