«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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28. Sonntag im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Augustinus (354-430), Bischof von Hippo (Nordafrika) und Kirchenlehrer
Predigt 90, 5−6; PL 38,559

Das Hochzeitsgewand

Das Hochzeitsgewand, das hochzeitliche Kleid – was ist das? Der Apostel sagt uns: „Das Ziel der Unterweisung ist Liebe aus reinem Herzen, gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben“ (1 Tim 1,5). Das ist das hochzeitliche Kleid! Hier geht es nicht um irgendeine Liebe; denn oft erleben wir es, dass Menschen sich lieben, die ein mangelhaftes Gewissen haben. Menschen, die gemeinschaftlich Straßenraub und Hexerei betreiben, Menschen, die sich durch ihre Liebe zu Komödianten, Wagenlenkern und Gladiatoren miteinander verbunden fĂŒhlen: sie lieben einander im allgemeinen, jedoch nicht mit der Liebe, die aus einem reinen Herzen, aus einem guten Gewissen und einem ungeheuchelten Glauben erwĂ€chst: nur eine solche Liebe ist das hochzeitliche Kleid [...]

Legt also das hochzeitliche Kleid an, wenn ihr es noch nicht angelegt habt! Ihr seid bereits in den Festsaal hineingegangen, ihr tretet an den Tisch des Herrn, tragt aber noch nicht das Hochzeitsgewand zu Ehren des BrĂ€utigams: ihr verfolgt noch immer eure Interessen und nicht die Interessen Jesu Christi. Man trĂ€gt das Hochzeitskleid, um der ehelichen Verbindung – also dem BrĂ€utigam und der Braut – die Ehre zu erweisen. Ihr kennt den BrĂ€utigam: es ist Jesus; und ihr kennt die Braut: es ist die Kirche (vgl. Eph 5,32). So erweist Ehre der Braut und erweist Ehre dem BrĂ€utigam, und ihr werdet dadruch zu ihren Kindern. Geht diesen Weg mit immer grĂ¶ĂŸerer Entschiedenheit.



 
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