«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Mittwoch der 27. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Eine Homilie aus dem 5. Jahrhundert, fÀlschlicherweise dem hl. Chrysostomus zugeschrieben
PG 64, 461

„Lehre uns beten“

Das höchste Gut ist das Gebet, das vertrauliche Reden mit Gott. Es schafft Beziehung zu Gott und Einheit mit ihm. So wie die Augen des Körpers beim Anblick des Lichtes erhellt werden, so wird die auf Gott ausgerichtete Seele von seinem unaussprechlichen Licht erleuchtet. Das Gebet fließt nicht aus einer Ă€ußerlichen Haltung, sondern kommt aus dem Herzen. Es lĂ€sst sich nicht auf Stunden oder festgelegte Zeiten begrenzen, sondern ist stĂ€ndig am Werk, Tag und Nacht. BegnĂŒgen wir uns nicht damit, unsere Gedanken dann Gott zuzuwenden, wenn sie ausschließlich auf das Gebet ausgerichtet sind! Tun wir es, auch wenn andere BeschĂ€ftigungen – wie die Sorge um die Armen oder die DurchfĂŒhrung eines guten und nĂŒtzlichen Werkes – uns in Beschlag nehmen. Auch hier ist es wichtig, Sinn und Sehnsucht auf Gott zu richten, um dem Herrn des Universums eine köstliche, mit dem Salz der Gottesliebe gewĂŒrzte Speise anzubieten. Wir können daraus einen großen und lebenslangen Gewinn ziehen, wenn wir darauf einen guten Teil unserer Zeit verwenden.

Das Gebet ist das Licht der Seele, die wahre Erkenntnis Gottes, die Mittlerin zwischen Gott und den Menschen. Es bewirkt, dass die Seele sich zum Himmel erhebt und den Herrn in einer unaussprechbaren Umarmung umfĂ€ngt. Wie ein SĂ€ugling nach seiner Mutter schreit, so schreit die Seele nach Gott und weint, weil sie nach göttlicher Milch dĂŒrstet. Sie verleiht ihren tiefsten SehnsĂŒchten Ausdruck und erhĂ€lt Geschenke, die alles ĂŒbersteigen, was man in der Natur wahrnehmen kann. Das Gebet, durch das wir respektvoll vor Gott hintreten, ist die Freude des Herzens und der Friede der Seele.



 
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