«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Freitag der 26. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hugo von St. Victor (um 1097-1141), Regularkanoniker, Theologe
Abhandlung über die Sakramente des christlichen Glaubens, II, 1−2; PL 176, 415

„Wer euch hört, der hört mich, und wer euch ablehnt, der lehnt mich ab“

Wie der Atem des Menschen durch das Haupt zu den Gliedern gelangt, um sie zu beleben, so kommt durch Christus der Heilige Geist zu den Christen. Das Haupt ist Christus, die Glieder sind die Christen. Es gibt ein Haupt und viele Glieder, einen Leib, der aus dem Haupt und den Gliedern besteht, und in dem einen Leib den einen Geist, der im Haupt in Fülle ist, und an dem die Glieder teilhaben. Wenn es also nur einen Leib gibt, dann gibt es auch nur einen Geist. Wer nicht in dem Leib ist, kann nicht vom Geist belebt werden gemäß dem Schriftwort: „Wer den Geist Christi nicht hat, der gehört nicht zu ihm“ (Röm 8,9). Denn wer den Geist Christi nicht hat, ist kein Glied Christi.

Nichts, was zum Leib gehört, ist tot; nichts, was vom Leib getrennt ist, ist lebendig. Durch den Glauben werden wir Glieder; durch die Liebe sind wir lebendig gemacht. Durch den Glauben gewinnen wir die Einheit; durch die Liebe empfangen wir das Leben. Das Sakrament der Taufe macht uns eins; der Leib und das Blut Christi machen uns lebendig. Durch die Taufe werden wir Glieder des Leibes; durch den Leib Christi haben wir Anteil an seinem Leben.



 
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