«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Mittwoch der 26. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Ignatius von Loyola (1491-1556), GrĂŒnder des Jesuitenordens
Geistliche Übungen, 2. Woche, 12. Tag (vgl. Übersetzung: Erhard Kunz SJ)

„Folge mir“

Die erste Weise der DemĂŒtigung ist notwendig zum ewigen Heil. Ich muss mich nĂ€mlich so weit herabsetzen und so weit erniedrigen, als es mir möglich ist, dazu hin, in allem dem Gesetz Gottes Unseres Herrn zu gehorchen, derart, dass ich − auch wenn man mich zum Herrn aller geschaffenen Dinge in dieser Welt machte, oder wenn es mein eigenes zeitliches Leben gĂ€lte − nicht auf den Gedanken kĂ€me, ein Gebot zu ĂŒbertreten, sei es ein göttliches oder ein menschliches, das mich unter TodsĂŒnde verpflichtet.

Die zweite ist vollkommenere DemĂŒtigung als die erste: wenn ich mich nĂ€mlich an dem finde, dass ich nicht mehr wĂŒnsche und ersehne Reichtum als Armut zu besitzen, Ehre als Unehre zu suchen, langes Leben als kurzes zu begehren, wo es fĂŒr den Dienst Gottes Unseres Herrn gleich bleibt, und dass ich dabei nicht um alles Geschaffene noch um den Verlust meines eigenen Lebens auf den Gedanken kĂ€me, eine lĂ€ssliche SĂŒnde zu begehen.

Die dritte ist ganz vollkommene DemĂŒtigung: wenn ich nĂ€mlich, die erste und zweite Weise einschließend, und sofern Lobpreis und Verherrlichung der Göttlichen MajestĂ€t gleich bleibt, um Christus Unserem Herrn je mehr nachzufolgen und ihm der Tat nach Ă€hnlicher zu werden, je mehr mit dem armen Christus Armut wĂŒnsche und erwĂ€hle als Reichtum, je mehr mit dem schmacherfĂŒllten Christus Schmach als Ehrenerweise, und je mehr darnach verlange, als ein Tor und Narr angesehen zu werden um Christi willen, der zuerst als ein solcher angesehen wurde, denn fĂŒr „weise und klug“ in dieser Welt (vgl. Mt 11,25).



 
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