«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag der 24. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und spÀter Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
44. Predigt zum MatthÀusevangelium; PG 57, 467

„Wer Ohren hat zum Hören, der höre“

Und wenn der Same verdorrt, so geschieht dies nicht wegen der Hitze; und wenn die Worte ersticken, so sind nicht die Dornen daran schuld, sondern diejenigen, welche die Dornen wachsen lassen. Wenn du nur willst, so kannst du ja dieses verderbliche GewĂ€chs hindern und den Reichtum in der richtigen Weise gebrauchen. Deshalb sagte der Erlöser nicht: die Welt, sondern „die Sorge dieser Welt“; auch nicht: der Reichtum, sondern: „der Trug des Reichtums“. Schieben wir also die Schuld nicht auf die weltlichen GeschĂ€fte, sondern auf unsere eigene verkehrte Gesinnung [
]

Siehst du also, dass nicht der SĂ€mann die Schuld trĂ€gt, auch nicht der Same, sondern die Erde, die ihn aufnimmt; daß es nicht an der Natur liegt, sondern an der Gesinnung? Hierin zeigt sich nun aber ein hohes Maß von Liebe, daß er nicht einen unmöglichen Grad von Tugend von allen verlangt, sondern daß er die ersten annimmt und die, die an zweiter Stelle kommen, nicht zurĂŒckweist, und denen, die an dritter Stelle stehen, ebenfalls noch einen Platz einrĂ€umt [
]

Zuerst also muß man das Wort mit Bedacht anhören, es sodann treu im GedĂ€chtnis behalten, dann mutig sein, den Reichtum verachten und sich von der Liebe zu allen GĂŒtern der Welt entledigen. Wenn Jesus sein besonderes Augenmerk auf das Wort richtet und ihm den ersten Platz zuweist vor allen anderen Bedingungen, dann heißt das, dass es die grundlegende Notwendigkeit ist. „Wie sollen sie glauben, wenn sie nichts gehört haben?“ (vgl. Röm 10,14). Und fĂŒr uns gilt das Gleiche: Wenn wir nicht acht geben auf das, was uns gesagt wurde, werden wir nicht die Pflichten kennen, die wir erfĂŒllen sollen. Danach erst kommen der Mut und die Verachtung der GĂŒter dieser Welt. Um aus diesen Lehren Profit zu schlagen, mĂŒssen wir uns allseitig absichern: Seien wir aufmerksam auf das Wort Gottes, schlagen wir tief unsere Wurzeln und entledigen wir uns jeder weltlichen Sorge.



 
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