«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag der 21. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
II. Vatikanisches Konzil
Lumen gentium, 31−33

Zeugen sein kraft der Gaben, die man empfangen hat

Sache der Laien ist es, kraft der ihnen eigenen Berufung in der Verwaltung und gottgemĂ€ĂŸen Regelung der zeitlichen Dinge das Reich Gottes zu suchen. Sie leben in der Welt, das heißt in all den einzelnen irdischen Aufgaben und Werken und den normalen VerhĂ€ltnissen des Familien- und Gesellschaftslebens, aus denen ihre Existenz gleichsam zusammengewoben ist. Dort sind sie von Gott gerufen, ihre eigentĂŒmliche Aufgabe, vom Geist des Evangeliums geleitet, auszuĂŒben und so wie ein Sauerteig zur Heiligung der Welt gewissermaßen von innen her beizutragen und vor allem durch das Zeugnis ihres Lebens, im Glanz von Glaube, Hoffnung und Liebe Christus den anderen kund zu machen. Ihre Aufgabe ist es also in besonderer Weise, alle zeitlichen Dinge, mit denen sie eng verbunden sind, so zu durchleuchten und zu ordnen, daß sie immer Christus entsprechend geschehen und sich entwickeln und zum Lob des Schöpfers und Erlösers gereichen [...]

Der Apostolat der Laien ist Teilnahme an der Heilssendung der Kirche selbst. Zu diesem Apostolat werden alle vom Herrn selbst durch Taufe und Firmung bestellt. Durch die Sakramente, vor allem durch die heilige Eucharistie, wird jene Liebe zu Gott und den Menschen mitgeteilt und genĂ€hrt, die die Seele des ganzen Apostolates ist. Die Laien sind besonders dazu berufen, die Kirche an jenen Stellen und in den VerhĂ€ltnissen anwesend und wirksam zu machen, wo die Kirche nur durch sie das Salz der Erde werden kann. So ist jeder Laie kraft der ihm geschenkten Gaben zugleich Zeuge und lebendiges Werkzeug der Sendung der Kirche selbst „nach dem Maß der Gabe Christi“ (Eph 4,7) [...]

So obliegt allen Laien die ehrenvolle BĂŒrde, dafĂŒr zu wirken, daß der göttliche Heilsratschluß mehr und mehr alle Menschen aller Zeiten und ĂŒberall auf der Erde erreiche. Es soll daher auch ihnen in jeder Hinsicht der Weg offenstehen, nach ihren KrĂ€ften und entsprechend den ZeitbedĂŒrfnissen am Heilswirken der Kirche in tĂ€tigem Eifer teilzunehmen.



 
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