«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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21. Sonntag im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Hilarius (um 315-367), Bischof von Poitiers und Kirchenlehrer
Kommentar zum MatthĂ€usevangelium, 16. Kapitel, 6−8 (vgl.: SĂ€mtliche Werke der Kirchen-VĂ€ter 10)

„Du bist [...] der Sohn des lebendigen Gottes! “

Der Herr hatte gefragt: „FĂŒr wen halten die Leute den Menschensohn?“ SelbstverstĂ€ndlich offenbarte der Anblick seines Leibes den Menschensohn, aber durch den Zusatz: „FĂŒr wen halten sie mich?“ gab er zu verstehen, daß man außer dem, was man an ihm sah, noch etwas anderes beachten mĂŒsse [...] Die Ursache seiner Frage war ein Geheimnis, zu dem der Glaube der GlĂ€ubigen sich hinwenden sollte [...]

Das Bekenntnis des Petrus hat einen wĂŒrdigen Lohn erhalten, weil er Gottes Sohn in dem Menschen gesehen hatte. Selig ist der, welchem das Lob zu Teil geworden ist, daß er mehr, als die menschlichen Augen, wahrgenommen und gesehen habe; indem er nicht auf das, was aus Fleisch und Blut war, seinen Blick richtete, sondern Gottes Sohn durch die Offenbarung des himmlischen Vaters erblickte, und fĂŒr wĂŒrdig gehalten wurde, das, was in Christo von Gott wĂ€re, zuerst zu erkennen. O du durch die Belegung mit dem neuen Namen glĂŒcklicher Grundstein der Kirche, und der Erbauung derselben wĂŒrdiger Fels, der die Gesetze der Hölle [...] und alle Fesseln des Todes sprengen sollte! O du seliger Pförtner des Himmels, dessen GutdĂŒnken die SchlĂŒssel zum ewigen Eingang ĂŒbergeben werden, dessen Gericht auf Erden schon voraus Kraft im Himmel hat! so daß ĂŒber dasjenige, was auf Erden entweder gebunden oder gelöst worden ist, auch im Himmel ein Ausspruch von derselben Art erfolgt.

Jesus gebietet auch den JĂŒngern, sie sollten Niemanden sagen, daß er der Gesalbte (Christus) ist; denn es mussten andere, nĂ€mlich das Gesetz und die Propheten, Zeugen seines Geistes sein. Das Zeugnis der Auferstehung aber ist den Aposteln eigen. Und weil die Seligkeit derer, welche Christus im Geiste kennen, ausgesprochen ist; so wird im Gegenteil die Gefahr, welche mit der Leugnung seiner Niedrigkeit und seines Leidens verbunden ist, angedeutet.





 
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