«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Donnerstag der 19. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Cyprian (um 200-258), Bischof von Karthago und MĂ€rtyrer
Das Gebet des Herrn, 23−24

„Vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern“

Der Herr verpflichtet uns, selbst die Schuldigkeit unserer Schuldner zu erlassen, so wie wir darum bitten, dass uns unsere Schuld nachgelassen wird (vgl. Mt 6,12). Wir mĂŒssen wissen, dass wir fĂŒr uns nicht erlangen können, was wir erbitten hinsichtlich unserer SĂŒnden, wenn wir nicht gleiches tun gegenĂŒber denen, die sich gegen uns verfehlt haben. Deshalb sagt Christus an anderer Stelle: „nach dem Maß, mit dem ihr messt und zuteilt, wird auch euch zugeteilt werden“ (Mt 7,2). Und der Diener, der nach Erlassung seiner ganzen Schuld seinerseits nicht diejenige seines Mitknechts erlassen wollte, wurde ins GefĂ€ngnis geworfen. Weil er seinem Mitknecht nicht gnĂ€dig sein wollte, verlor er, was sein Herr ihm gnĂ€dig zugestanden hatte. Dies stellt Christus mit noch mehr Nachdruck in die Reihe seiner Gebote, wenn er festsetzt [...]: „Und wenn ihr beim Gebet steht und ihr habt einem anderen etwas vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Verfehlungen vergibt. Wenn ihr aber nicht vergebt, dann wird euch euer Vater im Himmel eure Verfehlungen auch nicht vergeben“ (vgl. Mk 11,25−26) [...]

Als Abel und Kain, als erste, Opfer darbrachten, da waren es nicht die Opfergaben, auf die Gott schaute, sondern ihr Herz (vgl. Gen 4,3f.). Wessen Opfer ihm gefiel, dessen Herz gefiel ihm. Der friedfertige und gerechte Abel lehrte die anderen, als er Gott untadelig ein Opfer darbrachte, mit Gottesfurcht zu kommen, um ihre Gabe zum Altar zu bringen, mit einem einfĂ€ltigen Herzen, gerechtem Sinn, Eintracht und Frieden. Indem er so disponiert Gott das Opfer darbrachte, verdiente er es, selbst ein kostbares Opfer zu werden und das erste Zeugnis des Martyriums zu geben. Er stellte im Voraus durch die Ehre seines Blutes die Passion des Herrn dar, weil er die Gerechtigkeit und den Frieden des Herrn besaß. Es sind ihm Ă€hnliche Menschen, denen − als vom Herrn Gekrönte − am Tag des Gerichts mit ihm Gerechtigkeit zuteil wird.



 
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