«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag der 18. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Thomas More (1478-1535), englischer Staatsmann, Märtyrer
Dialog of Comfort against Tribulation; I,2

„Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24)

Niemand kann sich selbst mit der Tugend des Glaubens ausstatten [...] Der Glaube ist ist das unentgeltliche Geschenk Gottes. Wie auch der Apostel Jakobus sagt: „jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben, vom Vater der Gestirne, bei dem es keine Veränderung und keine Verfinsterung gibt“ (1,17). Wenn wir also spüren, dass unser Glaube so schwach ist, so wollen wir den bitten, der ihn uns schenkt, auf dass er ihn stärke [...]: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (Mk 9,24), und mit den Aposteln: „Stärke unseren Glauben!“ (Lk 17,5). Betrachten wir die Worte Christi und sagen wir uns: wenn wir unserem Glauben nicht gestatten würden, lau zu werden, ja sogar zu erkalten, seine Kraft zu verlieren, indem wir uns bei Nichtigkeiten aufhalten, so würden wir damit aufhören, die Dinge dieser Welt wichtig zu nehmen und wir würden unseren Glauben in einen kleinen Winkel unserer Seele sammeln.

Wir würden ihn dann wie das Senfkorn in den Garten unseres Herzens säen, nachdem wir alles Unkraut ausgerissen haben, und der Keim würde wachsen. Er würde so sehr wachsen, dass die Vögel des Himmels, also die heiligen Engel, kommen würden, um in unserer Seele Wohnung zu nehmen, und dass er Früchte der Tugenden an den Zweigen bringen würde (vgl. Mt 13,31ff.). Mit fester Hoffnung auf das Wort Gottes würden wir einen Berg von Bedrängnissen wegheben (vgl. Mt 17,20). Wenn unser Glaube hingegen wankelmütig ist, würde er nicht einmal einen Maulwurfhaufen versetzen können.



 
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