«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Fest des Hl. Laurentius
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Ambrosius (um 340-397), Bischof von Mailand und Kirchenlehrer
Die Pflichten der Diener Gottes I,84; II,28; PL 16,84

„Wenn es aber stirbt, bringt es reiche Frucht“

Als der hl. Laurentius sah, wie Bischof Sixtus zum Martyrium gefĂŒhrt wurde, brach er in TrĂ€nen aus. Nicht das Leiden seines Bischofs war der Grund dafĂŒr, sondern die Tatsache, dass er ohne ihn ins Martyrium ging. Deshalb rief er ihm zu: „Wohin gehst du ohne deinen Sohn, Vater? Wohin eilst du ohne deinen Diakon? Du hast doch niemals das Opfer ohne Diener gefeiert! [...] Nun beweise doch, dass du dir einen guten Diakon ausgesucht hast: willst du dich wirklich weigern, das Blutopfer mit dem zu teilen, dem du den Dienst am Blut des Herrn anvertraut hast, mit dem zusammen du die Sakramente spendest?“ [...]

Papst Sixtus antwortete dem Laurentius: „Ich vergesse dich nicht, mein Sohn, und ich verlasse dich auch nicht. Aber ich ĂŒberlasse es dir, schwerere KĂ€mpfe zu bestehen. Ich bin alt und halte nur noch einen leichten Kampf aus. Du aber bist jung, und auf dich wartet ein viel herrlicherer Triumph ĂŒber den Tyrannen. Du folgst mir bald nach. Trockne deine TrĂ€nen. In drei Tagen folgst du mir [...]“

Drei Tage spĂ€ter wird Laurentius festgenommen. Man verlangt von ihm, dass er die GĂŒter und SchĂ€tze der Kirche herbeischaffe. Er verspricht zu gehorchen. Am nĂ€chsten Tag kommt er mit Armen zurĂŒck. Gefragt, wo die SchĂ€tze seien, die er herbeibringen sollte, zeigt er auf die Armen und sagt: Das sind die SchĂ€tze der Kirche. Welch bessere SchĂ€tze hĂ€tte Christus als die, von denen er gesagt hat: „Was ihr einem von diesen Kleinen getan habt, das habt ihr mir getan“ (vgl. Mt 25,40)? Laurentius zeigte diese SchĂ€tze her und war Sieger; denn der Verfolger hatte keinerlei Lust, sie ihm wegzunehmen. In seiner Wut freilich gab er den Befehl, Laurentius bei lebendigem Leibe zu verbrennen.




 
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