«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Dienstag der 18. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Columban (563-615), Mönch und KlostergrĂŒnder
Geistliche Unterweisung 1, Der Glaube, 3−5

„Durch das Meer ging dein Weg, dein Pfad durch gewaltige Wasser, doch niemand sah deine Spuren“ (Ps 77(76),20)

Gott ist ĂŒberall ganz und gar und ohne EinschrĂ€nkung zugegen. Allerortens ist er, wie er selbst von sich bezeugt (vgl. Jer 23,23 (Vulg.)). Der Gott, den wir suchen, ist also nicht weit von uns entfernt; er ist unter uns. Er lebt in uns wie die Seele im Leib, solange wir ihm wenigstens gesunde Glieder sind, die von der SĂŒnde nicht abgetötet wurden (vgl. 1 Kor 6,15) [...] Unter dieser Bedingung lebt er wirklich in uns, er, der doch gesagt hatte: „Ich will unter ihnen wohnen und mit ihnen gehen“ (2 Kor 6,16; vgl. Lev 26,11f.). Wenn er uns die Gnade erweist, in uns zu wohnen, dann werden wir durch ihn lebendig gemacht, als seine lebendigen Glieder. In ihm, so sagt der Apostel Paulus, „leben wir, bewegen wir uns und sind wir“ (Apg 17,28).

Wer aber könnte dem Allerhöchsten bis hinein in sein unaussprechliches und unfassbares Wesen hinein folgen? Wer wird die Tiefen Gottes ausloten? Wer wird sich darin unterfangen, den ewigen Urgrund des Universums zu erforschen? Wer wird sich rĂŒhmen, den unendlichen, alles umfassenden und alles erfĂŒllenden Gott zu kennen, der alles durchdringt und alles ĂŒbersteigt, alles umfĂ€ngt und sich allem entzieht, „den Niemand je gesehen hat“ (vgl. Joh 1,18), so wie er ist? Dass also niemand die Vermessenheit besitze, die Untiefen Gottes auszuloten, das Was, das Wie und das Warum seines Wesens. Das kann niemals je ausgesagt oder begriffen oder durchdrungen werden. Glaube ganz einfach, doch mit ganzer Kraft, dass Gott ist, und dass er immer so sein wird, wie er ist, denn Gott Ă€ndert sich nicht.



 
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