«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Montag der 18. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Romanos Melodos (?-um 560), Hymnendichter
Hymnus 24, „Die Brotvermehrung“

„Alle aßen und wurden satt“

Als es Abend wurde, eilten die Apostel auf den Erlöser zu und riefen: „Meister, es ist schon spät geworden, und die Leute kommen beinahe um vor Hunger. Du weißt, die Gegend hier ist unbewohnt. Schick doch die Leute weg, damit sie sich in den umliegenden Dörfern etwas zu essen kaufen können. Sie können ja nicht fasten wie wir, die wir von dir die Kraft dazu bekommen haben, weil du das unsterbliche Brot vom Himmel bist.“

„Du bist, so will es deine Natur, der große Retter der Welt, und du hast allen Menschen Erkenntnis geschenkt. Du hast sie mit Worten der Wahrheit genährt, hast sie die Gerechtigkeit erkennen lassen und sie so auf den Weg des Heils geführt. Sie haben geistige Nahrung für ihre Seele bekommen – jetzt aber müssen sie etwas für ihren Leib tun [...] Schick sie weg, wir machen uns wirklich Sorgen um sie [...] Du hast deine Jünger und Apostel gelehrt, mit allen Mitleid zu haben, du bist ja das unsterbliche Brot vom Himmel [...]“

Christus hörte sich das an und erwiderte dann: „Ihr irrt euch, ihr wisst nicht, dass ich der Schöpfer der Welt bin. Ich sorge für die Welt und weiß sehr wohl, was diese Menschen brauchen. Ich seh schon, dass dieser Landstrich öde ist und die Sonne bereits untergegangen [...] Aber ich habe doch der Sonne ihre Bahn zugewiesen. Mir ist bewusst, dass die Leute hier erschöpft sind, und ich weiß, was ich für sie tun werde: Ich selber werde ihren Hunger stillen, denn ich bin das unsterbliche Brot vom Himmel [...]“

„Ihr denkt: Wer wird den vielen Menschen hier in dieser unbewohnten Gegend zu essen geben? Nun, Freunde, macht euch bewusst, wer ich bin: Ich habe Israel in der Wüste mit Nahrung versorgt und ihnen Brot vom Himmel gegeben. Wo Wüste war, ließ ich Wasser aus dem Felsen sprudeln, und obendrein versorgte ich sie mit mehr Wachteln, als sie brauchten, denn ich bin das unsterbliche Brot vom Himmel [...]“

So vervielfältige, Herr, in uns allen die große Zahl deiner Erbarmungen. Wie du die Vielen in der Wüste durch deine Umsicht gesättigt und durch deine Allmacht gespeist hast, so mache uns satt mit Gerechtigkeit, Herr, und stärke uns im Glauben. Ernähre uns alle, du Mitleidender, und gewähre uns deine Gnade und die Vergebung unserer Sünden [...] denn du allein bist Christus, der einzig Barmherzige, das unsterbliche Brot vom Himmel.




 
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