«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Samstag der 17. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Petrus Damiani (1007-1072), Einsiedler, dann Bischof und Kirchenlehrer
24. Predigt; PL 144,857

VorlÀufer durch sein Leben und durch seinen Tod

VorlĂ€ufer Christi – Johannes war es durch seine Geburt, durch seine Predigt, durch seine Taufe und durch seinen Tod [...] Kann man eine einzige Tugend finden, eine einzige Stufe der Heiligkeit, die der VorlĂ€ufer nicht im höchsten Maße besessen hĂ€tte? Wer unter den Einsiedlern hĂ€tte sich jemals diese Regel auferlegt, nur wilden Honig zu essen oder diese ungenießbare Speise: Heuschrecken! Einige kehren der Welt den RĂŒcken und fliehen die Menschen, um ein heiliges Leben zu fĂŒhren, Johannes aber ist noch ein Kind [...], als er in die WĂŒste geht und entschlossen die Wahl trifft, in der Einsamkeit zu leben. Er verzichtete darauf, seinem Vater im Amt des Priesters nachzufolgen, um völlig frei den wahren und höchsten Priester verkĂŒnden zu können. Die Propheten sagten das Kommen des Erlösers voraus, die Apostel und die anderen Lehrer der Kirche bezeugen, dass dieses Kommen tatsĂ€chlich Wirklichkeit wurde, doch Johannes zeigt ihn als unter den Menschen gegenwĂ€rtig. Viele sind jungfrĂ€ulich geblieben und haben die Reinheit ihres Gewandes nicht beschmutzt (vgl. Offb 14,4), doch Johannes versagt sich jegliche menschliche Gemeinschaft, um die Begierden des Fleisches bis zu den Wurzeln auszureißen. Und voll geistlichen Feuers wohnt er mitten unter den wilden Tieren.

Johannes ist selbst mitten im purpurnen Chor der MĂ€rtyrer der Erste, der Meister von ihnen allen: er hat tapfer fĂŒr die Wahrheit gekĂ€mpft und ist fĂŒr sie gestorben. Er wurde zum Haupt aller, die fĂŒr Christus kĂ€mpfen, und als erster von allen ging er hin, um im Himmel das prachtvolle Siegeszeichen des MĂ€rtyrers aufzurichten.



 
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