«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Donnerstag der 17. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
II. Vatikanisches Konzil
Pastorale Konstitution „Gaudium et spes“ ĂŒber die Kirche in der Welt von heute, § 39

Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Netz, das man ins Meer wirft

Zwar werden wir gemahnt, daß es dem Menschen nichts nĂŒtzt, wenn er die ganze Welt gewinnt, sich selbst jedoch ins Verderben bringt (Lk 9,25); dennoch darf die Erwartung der neuen Erde die Sorge fĂŒr die Gestaltung dieser Erde nicht abschwĂ€chen, auf der uns der wachsende Leib der neuen Menschenfamilie eine umrisshafte Vorstellung von der kĂŒnftigen Welt geben kann, sondern muss sie im Gegenteil ermutigen.

Obschon der irdische Fortschritt eindeutig vom Wachstum des Reiches Christi zu unterscheiden ist, so hat er doch große Bedeutung fĂŒr das Reich Gottes, insofern er zu einer besseren Ordnung der menschlichen Gesellschaft beitragen kann. Alle guten ErtrĂ€gnisse der Natur und unserer BemĂŒhungen nĂ€mlich, die GĂŒter menschlicher WĂŒrde, brĂŒderlicher Gemeinschaft und Freiheit, mĂŒssen im Geist des Herrn und gemĂ€ĂŸ seinem Gebot auf Erden gemehrt werden; dann werden wir sie wiederfinden, gereinigt von jedem Makel, lichtvoll und verklĂ€rt, dann nĂ€mlich, wenn Christus dem Vater „ein ewiges, allumfassendes Reich ĂŒbergeben wird: das Reich der Wahrheit und des Lebens, das Reich der Heiligkeit und der Gnade, das Reich der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens“ (Missale Romanum, PrĂ€fation vom Christkönigsfest).

Hier auf Erden ist das Reich schon im Geheimnis da; beim Kommen des Herrn erreicht es seine Vollendung.



 
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