«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Montag der 15. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Johannes Chrysostomus (um 345-407), Priester in Antiochia und spÀter Bischof von Konstantinopel, Kirchenlehrer
Predigt 45 zur Apostelgeschichte; PG 60, 318−320

Und wer euch nur einen Becher frischen Wassers zu trinken gibt, wird gewiss nicht um seinen Lohn kommen

Christus sagt: „Ich war fremd und ihr habt mich aufgenommen“ (vgl. Mt 25,35). Und weiter: „Was ihr fĂŒr einen meiner geringsten BrĂŒder getan habt, das habt ihr mir getan“ (Mt 25,40). Da es sich um einen Glaubenden und noch dazu um einen Bruder handelt, und mag er auch noch so gering sein, so tritt Christus selbst mit ihm ein. Öffne dein Haus und nimm ihn auf. „Wer einen Propheten aufnimmt, weil es ein Prophet ist, wird den Lohn eines Propheten erhalten“ (Mt 10,41) [...] Das ist die Haltung, die man einnehmen muss, wenn man Fremde aufnimmt: Bereitwilligkeit, Freude, Großherzigkeit. Der Fremde ist immer schĂŒchtern und verschĂ€mt. Wenn sein Gastgeber ihn nicht mit Freude aufnimmt, fĂŒhlt er sich gering geschĂ€tzt und zieht sich zurĂŒck. Es ist nĂ€mlich schlimmer, so empfangen zu werden als gar nicht.

Hab also ein Haus, in dem Christus eine Bleibe findet. Sag: „Das ist das Zimmer Christi. Das ist die Wohnung, die Ihm vorbehalten ist.“ Er wird sie nicht verschmĂ€hen, auch wenn sie sehr einfach ist. Er braucht nur ein Dach ĂŒber dem Kopf. Sei nicht grausam und unmenschlich, und gib ihm wenigstens das. Du legst soviel Feuer an den Tag um der materiellen GĂŒter willen, so bleibe auch nicht kalt, wenn es um geistige GĂŒter geht [...] Du hast einen Platz fĂŒr dein Fuhrwerk und hĂ€ttest keinen fĂŒr den umherziehenden Christus? Abraham nahm die Fremden dort auf, wo er wohnte (Gen 18). Seine Frau behandelte sie so, als ob sie selbst die Dienerin, die Fremden aber die Herren wĂ€ren. Weder er noch sie wussten, dass sie Christus aufnahmen, dass sie Engel beherbergten. Wenn sie es gewusst hĂ€tten, hĂ€tten sie ihr Letztes gegeben. Wir aber dĂŒrfen Christus erkennen: so lasst uns auch mehr Bereitwilligkeit an den Tag legen als die beiden, die ja nur Menschen aufzunehmen glaubten.



 
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