«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Freitag der Osteroktav
Kommentar zum heutigen Evangelium
Gregor von Narek (um 944-um 1010), armenischer Mönch und Dichter
Buch der Gebete Nr. 66

„Als es schon Morgen wurde, stand Jesus am Ufer“

Gott des Erbarmens, so voller Mitleid, du Menschenfreund (Weish 1,6) [...] wenn du sprichst, ist nichts unmöglich, selbst das nicht, was unserm Geist unmöglich erscheint. Du bist es, der uns als Ausgleich fĂŒr die harten Dornen dieses Lebens eine köstliche Frucht schenkt [...]

Herr Christus, du unser Lebensatem (Kgl 4,2o) und Glanz unserer Schönheit, Licht bist du und spendest Licht; das Böse macht dir keine Freude, du willst niemandes Verderben und hast kein Gefallen am Tod (Ez 18,32). Nichts kann dich verstören, du bist nicht dem Zorn verfallen. Deine Liebe hat Bestand, unwandelbar ist deine GĂŒte. Du kehrst niemandem den RĂŒcken und wendest dein Gesicht nicht ab, sondern bist ganz Licht und willst nur Heil. Willst du vergeben, so kannst du es; willst du heilen, bist du dazu imstande; willst du neues Leben geben: es steht in deiner Macht. Willst du Erbarmen walten lassen, bist du voller Großmut, willst du, dass gesund wir werden, du weißt wie es geschieht. Du bist Schöpfer, wenn du Neues schaffen willst, und willst du auferwecken, bist du Gott [...] Willst du, noch eh wir darum bitten, uns deine Hand ausstrecken – an nichts lĂ€sst du es fehlen [...] Wenn du mir, der ich wanke, Halt verleihen willst, so bist du mir ein Fels; wenn du mir, der ich dĂŒrste, zu trinken geben willst, so bist du eine Quelle; willst du, dass Verborgenes sichtbar werden soll, so bist du Licht [...]

Mit Macht hast du gestritten fĂŒr mein Heil, hast allen Schmerz der ZĂŒchtigung, die wir verdienten, auf deinen Leib geladen, der frei von Schuld doch war, um so in einer Tat, die Vorbild werden sollte, das Mitleid offenbar zu machen, das du fĂŒr uns empfindest.



 
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