«Herr, zu wem sollen wir gehen? Du hast Worte des ewigen Lebens.» Joh. 6,68



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Gedenktag der Heiligen Schutzengel
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Jean-Baptiste Marie Vianney (1786 - 1859), Priester, Pfarrer von Ars
Predigt zum Fest der Heiligen Schutzengel

„Ich werde dir einen Engel schicken“

Obwohl der gute Gott sich selbst genügt, nimmt er dennoch die Dienste seiner Engel in Anspruch, um die Welt zu regieren... Wenn wir sehen, wie sehr Gott um unser Leben besorgt ist, dürfen wir daraus den Schluss ziehen, dass unsere Seele etwas sehr Wichtiges und Wertvolles ist, zu deren Rettung und Heiligung er sich all dessen bedient, was in seinem Hofstaat den höchsten Rang innehat. Er hat uns, um uns zu retten, seinen Sohn geschenkt; der Sohn wiederum... schenkt einem jeden von uns einen, ja mehrere Engel, die es sich zur gemeinsamen Aufgabe machen, für uns vom Sohn alle Gnaden und Hilfen zu erbitten, die für unser Heil notwendig sind... Ach, wenn doch der Mensch nur ein wenig erkennen würde, was er ist und zu welchem Zweck und Ziel er geschaffen ist! In der heiligen Schrift können wir lesen, was der Herr zu seinem Volk sagt: „Ich werde dir einen Engel schicken, der dir vorausgeht. Er soll dich auf dem Weg schützen (Ex 23,20)...

Wir müssen unsere Schutzengel häufig anrufen, große Achtung vor ihnen haben und vor allem zusehen, dass wir sie nachahmen in allem, was wir tun. Das Erste, worin wir sie nachahmen sollen, ist das Bewusstsein der Gegenwart Gottes... Denn wenn wir recht durchdrungen sind von der Gegenwart Gottes – wie könnten wir da Böses tun? Wenn doch Gott an unseren Tugenden und allen unseren guten Werken noch mehr Gefallen fände!... Gott sagt zu Abraham: „Geh deinen Weg vor mir, und sei rechtschaffen“ (Gen 17,1). Wie kann es nur geschehen, dass wir so leicht auf den guten Gott vergessen, wo wir ihn doch immer vor uns haben? Warum werden wir nicht erfasst von Achtung und Dankbarkeit gegenüber unseren Engeln, die Tag und Nacht an unserer Seite sind?... Mag sein, dass ihr sagt: „Ich bin zu armselig, als dass ich dies verdiente.“ Gott verliert euch keine Sekunde aus den Augen, und obendrein schenkt er euch, meine Brüder, einen Engel, der euch unaufhörlich führt. Welch ein Glück: Es ist zu groß und den Menschen zu wenig bekannt.  



 
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