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Mittwoch der 13. Woche im Jahreskreis
Kommentar zum heutigen Evangelium
Hl. Bernhard von Clairvaux (1090 - 1153), Zisterziensermönch, Abt und Kirchenlehrer
Predigt 17 über den Psalm 90, §4; PL 183, 252
«Zwei Besessene liefen ihm entgegen»
„Ich bin bei ihm in der Not“, sagt der Herr, „ich befreie ihn und bringe ihn zu Ehren“ (Ps 91,15); „meine Freude war es, bei den Menschen zu sein“ (Spr 8,31). Die Rede ist von Immanuel, dem Gott mit uns (Mt 1,23)... Er stieg herab, um bei denen zu sein, deren Herz verzweifelt ist, um mit uns zu sein in unserer Not. Es wird aber der Tag kommen, da „werden wir auf den Wolken in die Luft entrückt, dem Herrn entgegen. Dann werden wir immer beim Herrn sein“ (1 Thess 4,17), sofern wir uns bemühen, ihn immer bei uns zu haben als Weggefährten, der uns dafür die Heimat schenken wird. Mehr noch: er selber wird dann unsere Heimat sein, vorausgesetzt er ist unser Weg.
Für mich ist ja besser, Herr, in Not zu sein, sofern du da bei mir bist; es ist besser für mich, als ohne dich ein Reich zu besitzen, als ohne dich in Freuden zu leben, als ohne dich in Ehren zu stehen. Besser ist es für mich, in der Not mich an dich zu schmiegen, im Feuerofen dich bei mir zu haben als ohne dich zu sein selbst im Himmel. Ja, „was habe ich im Himmel außer dir? Neben dir erfreut mich nichts auf der Erde“ (Ps 73,25). „Denn im Feuer wird das Gold geprüft, und jeder, der Gott gefällt, im Schmelzofen der Bedrängnis“ (Sir 2,5). Hier ist dein Platz, inmitten derer, die sich in deinem Namen versammeln, wie ehemals die drei Jünglinge im Feuerofen von Babylon (Dan 3,92)... Warum also sollten wir Angst haben?... „Ist Gott für uns, wer ist dann gegen uns?“ (Röm 8,31). Wenn uns Gott den Händen unserer Feinde entreißt, wer kann uns da seinen Händen entreißen?
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