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Fest Maria Geburt : Mt 1,1-16#Mt 1,18-23
Kommentar des heutigen Evangeliums
Hl. Johannes von Damaskus (um 675 – 749), Mönch, Theologe, Kirchenlehrer
Homilie zum Fest Mariä Geburt
Eine Mutter, würdig dessen, der sie geschaffen hat
Kommt, ihr Nationen alle! Kommt, ihr Menschen aller Rassen, aller Sprachen und jeden Standes! Lasst uns mit Freude die Geburt der Freude aller Welt feiern! Wenn sogar die Heiden den Geburtstag ihres Königs festlich begehen..., was sollten da erst wir tun, um den Geburtstag der Gottesmutter würdig zu feiern, durch die das ganze Menschengeschlecht umgestaltet worden ist, durch die der Kummer Evas, unserer ersten Mutter, in Freude umgewandelt worden ist? Eva hat ja den Richterspruch Gottes vernommen: „Unter Schmerzen gebierst du Kinder!“ (Gen 3,16), und Maria galt das Wort: „Sei gegrüßt, du Begnadete, der Herr ist mit dir!“(Lk 1,28)...
In festlicher Stimmung soll die ganze Schöpfung die heilige Niederkunft einer heiligen Frau besingen; denn sie hat einen unvergänglichen Schatz zur Welt gebracht... Durch sie hat sich das Schöpferwort Gottes mit der ganzen Schöpfung vereint; und so feiern wir das Ende der menschlichen Unfruchtbarkeit, das Ende unserer Hinfälligkeit, die uns nicht in den Besitz des Guten hat kommen lassen...Die Natur musste der Gnade weichen... Wie die Jungfrau Mutter Gottes von Anna, der Unfruchtbaren, geboren werden sollte, so blieb die Natur ohne Frucht, bis die Gnade ihre Frucht zeitigte. Sie musste den Schoß seiner Mutter öffnen, die den „Erstgeborenen der ganzen Schöpfung“ gebären sollte, in dem „alles Bestand hat“ (Kol 1,15.17).
Joachim und Anna – welch seliges Paar seid ihr! Die ganze Schöpfung schuldet euch Dank. Durch euch hat sie dem Schöpfer ihre beste Gabe geschenkt: eine verehrungswürdige Mutter, die einzige Mutter, die dessen würdig ist, der sie geschaffen hat.
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